Neuverfilmungen und Remakes gehören in Hollywood seit Jahren zum guten Ton. Und nun hat es abermals eine Stephen King Geschichte erwischt, die zuvor schon zwei Mal adaptiert wurde. Die Rede ist von „Der Nebel“. Verfilmen wird dies kein Geringerer als Mike Flanagan. Nach „The Life of Chuck“ arbeitet er nun also an einer weiteren Stephen King Verfilmung.

Das Projekt ist mittlerweile auch bestätigt, steckt aber noch in einer frühen Phase. Ein Starttermin existiert daher nicht, auch zum Cast gibt es noch keine Infos. „Der Nebel“ wurde 2007 von Frank Darabont als Kinostreifen adaptiert. Die ist bis heute vor allem wegen ihres legendären Endes im Gedächtnis. Darabont entschied sich für einen extrem düsteren Schluss, der deutlich vom Originaltext abweicht.

Hinein in den Nebel

Viele Zuschauer verbinden daher die Geschichte inzwischen eher mit diesem Finale als mit Kings Vorlage. 2017 folgte dann eine Serienversion, die die Geschichte stark ausdehnte und andere Wege ging, aber wenig Eindruck hinterließ. Die Story selbst ist schnell umrissen und gerade deshalb so wirkungsvoll. Eine Kleinstadt wird von einem unnatürlich dichten, weißen Nebel eingeschlossen.

Sichtweite fast null, draußen bewegen sich Dinge, die dort nicht hingehören. Eine Gruppe Menschen sitzt in einem Supermarkt fest, abgeschnitten von der Außenwelt. Anfangs geht es noch um Vorräte und Abwarten, doch die Lage kippt. Kreaturen im Nebel fordern Opfer, gleichzeitig zerlegt sich die eingeschlossene Gemeinschaft von innen.

Mike Flanagan & Stephen King

Besonders heikel wird die Situation durch eine religiöse Fanatikerin, die die Ereignisse als Zeichen deutet und Anhänger um sich schart. Aus Unsicherheit wird Angst, aus Angst werden klare Feindbilder. Der Horror kommt nicht nur von draußen, sondern aus den Köpfen der Leute zwischen den Supermarktregalen. Genau dieser soziale Druck macht die Geschichte bis heute so unangenehm.

Mike Flanagan ist kein Neuling bei Stephen King. Er hat „Das Spiel“ umgesetzt, später „Doctor Sleeps Erwachen“ und zuletzt „The Life of Chuck“. Dazu kommen Serien wie „Spuk in Hill House“ und „Der Untergang des Hauses Usher“. Die Vorlage stammt aus dem Jahr 1985 und erschien in der Sammlung „Im Morgengrauen“. King kombiniert darin klassische Monster-Elemente mit Katastrophenszenario und Psychodrama.