Universal macht ernst und kramt das alte Abenteuer-Franchise wieder aus dem Sarkophag. Ein vierter „Die Mumie“-Film ist in Entwicklung, und diesmal nicht als Reboot-Experiment, sondern als Fortsetzung mit vertrauten Gesichtern. Brendan Fraser und Rachel Weisz sollen wieder als Rick und Evelyn O’Connell antreten. Auch ist der Kinostart bereits gesetzt, so soll „Die Mumie 4“ im Jahr 2028 starten.

Dass es überhaupt so weit kommt, überrascht ein wenig. Die Reihe lag lange auf Eis, nachdem „Die Mumie 3“ viele Fans eher ratlos zurückließ und Rachel Weisz damals fehlte. Seitdem herrschte Funkstille. Parallel versuchte Universal mit dem Tom-Cruise-Film ein „Dark Universe“ aufzubauen, was bekanntlich schnell versandete.

Zurück zu den Wurzeln

Jetzt also zurück zu dem, was Ende der 90er funktioniert hat: Abenteuerkino mit Humor, Action und einem Schuss Grusel. Brendan Fraser hatte in den letzten Jahren mehrfach durchblicken lassen, dass er noch einmal Lust auf Rick O’Connell hätte. Nach seinem Oscar für „The Whale“ ist seine Karriere ohnehin in einer neuen Phase. Der Zeitpunkt passt also. Auch Rachel Weisz wieder dabeizuhaben, sendet ein klares Signal.

Das hier soll erkennbar an die alten Filme anknüpfen, nicht nur dem Namen nach. Auf dem Regiestuhl sitzen Matt Bettinelli-Olpin und Tyler Gillett, das Duo hinter „Ready or Not“ und den neueren „Scream“-Teilen. Die beiden kommen aus dem Horrorbereich, arbeiten aber gern mit Tempo und schwarzem Humor. Genau diese Mischung hatte schon die ersten „Mumie“-Filme getragen.

Mehr archäologisches Abenteuer statt reinem Effektfeuerwerk

Hinter den Kulissen mischt zudem Sean Daniel wieder mit, der die Reihe von Anfang an produziert hat. Auch dort also kein kompletter Bruch mit der Vergangenheit. Inhaltlich zeichnet sich kein simples Weiterzählen ab Teil drei ab. Stattdessen kursieren Hinweise, dass frühere Ereignisse zwar existieren, die Geschichte aber freier gebaut wird. Das verschafft Spielraum für neue Figuren, andere Schauplätze und vielleicht wieder mehr archäologisches Abenteuer statt reinem Effektfeuerwerk.

Wie stark das Ganze an die 90er erinnert oder wie modern es wirkt, hängt am Ende stark vom Drehbuch ab. Für Fans der alten Filme ist jedoch allein die Aussicht auf Fraser und Weisz in ihren Paraderollen schon eine kleine Sensation. Ob daraus ein echtes Comeback der Reihe entsteht, entscheidet sich erst, wenn Kameras laufen und man sieht, welchen Ton der Film trifft.