Fast eineinhalb Jahrzehnte liegt das letzte Abenteuer des berühmten Meisterdetektivs im Kino zurück, doch rund um die Fortsetzung „Sherlock Holmes 3“ kommt nun anscheinend wieder Bewegung in die Sache. Denn laut Branchen-Insider Daniel Richtman wird hinter den Kulissen erneut an dem Projekt gearbeitet.

Und nicht nur das, die Rückkehr von Robert Downey Jr. in seiner Rolle als exzentrischer Spürhund gilt dabei als zentraler Baustein. Die neue Version des Meisterdetektivs, wie sie in den bisherigen Filmen angelegt wurde, verband Scharfsinn mit Faustkampf, Tempo und einer Portion Chaos. Eine Version von Sherlock Holmes, die klar auf ein Blockbuster-Publikum zugeschnitten war.

Ein echter Neustart

Die beiden ersten Teile, „Sherlock Holmes“ von 2009 und „Sherlock Holmes: Spiel im Schatten“ von 2011, setzten weniger auf ruhige Detektivarbeit und mehr auf Tempo. Prügeleien, Verfolgungen und clevere Tricks bestimmten das Geschehen. Guy Ritchie verpasste dem Stoff einen Stil, der an Actionkino erinnerte und die literarische Vorlage frei interpretierte.

An Downeys Seite war Jude Law als Dr. John Watson zu sehen, der nicht nur Begleiter, sondern aktiver Partner auf Augenhöhe war. Konkrete Storydetails zu „Sherlock Holmes 3“ bleiben indes weiterhin rar. Über die Jahre tauchten immer wieder Meldungen auf, dass das Projekt vorankommt, nur um dann erneut zu verschwinden. Inzwischen deutet sich jedoch ein echter Neustart an.

Sherlock Holmes in den USA?

Auch personell könnte sich etwas ändern. Während die ersten Filme klar mit Guy Ritchies Handschrift verbunden sind, wurde für den dritten Teil zeitweise Dexter Fletcher als Regisseur genannt. Fletcher machte sich unter anderem mit dem Musik-Biopic „Rocketman“ einen Namen. Spannend klingt jedoch die Idee eines Ortswechsels.

Statt des klassischen viktorianischen Londons könnte die Handlung zumindest teilweise in den USA spielen. So verriet Robert Downey Jr. bereits im letzten Jahr gegenüber Collider nicht nur, dass er gerne eine Fortsetzung machen würde. Robert Downey Jr.: „Ich würde liebend gerne einen dritten 'Sherlock' realisieren. […] Wir haben über eine etwas andere Richtung gesprochen. Es sollte immer irgendwie in Amerika spielen. Ich bin nicht sicher, ob das eine gute Idee ist oder nicht, aber ich liebe es. Ich liebe diese Idee.“

Übrigens liefert auch der wirtschaftliche Hintergrund ebenfalls Gründe für eine Fortsetzung. Beide bisherigen Filme spielten weltweit jeweils mehr als eine halbe Milliarde US-Dollar ein. Für ein Franchise mit bekanntem Namen und wiedererkennbarem Cast ist das eine solide Basis.