Insbesondere für alle Disney-Fans wird 2025 das Kinojahr mit einem ganz besonderen Fantasy-Streifen – nämlich Disneys Neuverfilmung von „Schneewittchen“. „Schneewittchen und die sieben Zwerge“ war der erste abendfüllende Animationsfilm des Unternehmens aus dem Jahr 1937 und wird nun in der Live-Action-Version „Schneewittchen“ neu interpretiert.

Die Herausforderung, eine solch ikonische Geschichte neu zu erzählen, ist dabei natürlich nicht zu unterschätzen. Die Hauptrolle der Schneewittchen übernimmt bekanntlich Rachel Zegler, die seit ihrem beeindruckenden Debüt in Steven Spielbergs „West Side Story“ in Hollywood für Furore sorgt. Inszeniert hat das ambitionierten Projekt Regisseur Marc Webb.

Kein schnödes Remake

Webb hat vor allem mit seiner Arbeit an „The Amazing Spider-Man“ und „(500) Days of Summer“ auf sich aufmerksam gemacht. Er bringt nun 2025 seine eigene Vision in die Neuerfindung dieser klassischen Märchengeschichte ein. „Snow White“ ist somit kein schnödes Remake, sondern eine komplette Neuerfindung des Märchens, die sich tiefgründiger mit den Charakteren und ihrer Entwicklung beschäftigt.

Anders als im Original, wo Schneewittchen oft als biedere Figur erscheint, wird die neue Version der Prinzessin eine wesentlich aktivere und selbstbestimmtere Rolle einnehmen. So verriet Hauptdarstellerin Rachel Zegler bei der D23 Expo, dass die Neuinterpretation „Schneewittchen“ Schneewittchen als eine junge Frau zeigt, die nicht länger das Interesse eines sie stalkenden Prinzen sucht.

Moderneres Verständnis von Märchenfiguren

Stattdessen wird die Handlung auf ihre eigenen Stärken und die Entfaltung ihrer Persönlichkeit fokussieren. Diese Veränderung soll nicht nur den Wandel in der Darstellung von Frauenfiguren im Film wiederspiegeln, sondern auch ein moderneres Verständnis von Märchenfiguren. In einem Interview mit dem Magazin „Variety“ sprach Rachel Zegler über die Kritiken an ihrer Besetzung aufgrund ihrer kolumbianischen Wurzeln und dem traditionellen Bild von Schneewittchen als einer Figur mit „Haut so weiß wie Schnee“.

Sie erklärte, dass der Film diesen Aspekt neu interpretiert, indem die Hintergrundgeschichte Schneewittchens geändert wird: „[Snow White] geht auf eine andere Version von Schneewittchen zurück, die in der Geschichte erzählt wurde, in der sie einen Schneesturm überlebte, als sie noch ein Baby war. Daraufhin beschließen der König und die Königin, sie Schneewittchen zu nennen, um sie an ihre Widerstandsfähigkeit zu erinnern. Einer der wichtigsten Punkte unseres Films für jede junge Frau und jeden jungen Menschen ist, sich daran zu erinnern, wie stark man eigentlich ist.“

Die Kino-Premiere von „Schneewittchen“

Auch mit „Schneewittchen“ beweist Disney nun einmal mehr seine Bereitschaft, klassische Erzählungen neu zu denken und an zeitgenössische Erwartungen anzupassen. Ob es dieses Mal gelingt, die Massen mit der Neuinterpretation eines Disney-Klassikers zu überzeugen, kann man sich ab dem 20. März 2025 selbst anschauen, wenn „Schneewittchen“ hierzulande in den Kinos seine Premiere feiern wird.

Quelle: moviepilot.de