Im Marvel Cinematic Universe stehen gewaltige Veränderungen an und das nicht irgendwann, sondern in greifbarer Nähe. Mit dem Kinostart von „The Fantastic Four: First Steps“ bricht offiziell eine neue Phase im MCU an, die alte Helden verabschiedet und frische Gesichter ins Rampenlicht stellt.

Die Richtung ist klar, denn Marvel-Chef Kevin Feige verfolgt eine langfristige Strategie, die das Franchise bis mindestens 2032 auf links drehen wird. Und ja, auch die Ikonen sind nicht mehr unantastbar – Iron Man inklusive! Wer dachte, nach „Avengers: Endgame“ sei der große Schnitt bereits vollzogen, wird nun eines Besseren belehrt.

Generalüberholung des MCU

Die eigentliche Generalüberholung des MCU beginnt erst mit dem Doppelpack aus „Avengers: Doomsday“ (2026) und „Avengers: Secret Wars“ (2027). Diese beiden Filme markieren das Ende der aktuellen Ära und den Startschuss für etwas grundlegend Neues. Feige betont, dass es sich dabei nicht um einen klassischen Reboot handelt. Vielmehr soll ein Kontinuitätsfaden erhalten bleiben, auch wenn zentrale Rollen mit neuen Darstellerinnen und Darstellern besetzt werden.

Den ersten Schritt auf diesem Weg machen wenig überraschend die X-Men. Nach Jahren im Schatten des Haupt-MCU dürfen sie endlich wieder eine tragende Rolle übernehmen. Aktuell werkelt „Thunderbolts*“-Regisseur Jake Schreier an einem neuen Mutantenfilm, in dem viele bekannte Figuren mit frischen Gesichtern zurückkehren. Interessanterweise sollen in „Avengers: Doomsday“noch einmal Veteranen wie Patrick Stewart als Professor X und Ian McKellen als Magneto auftreten, bevor endgültig der Staffelstab weitergereicht wird.

Tony Stark mit neuem Gesicht

Wirklich spannend wird es aber bei Tony Stark. Dass diese Rolle irgendwann neu vergeben wird, war ein gut gehütetes Gerücht bis Feige sich öffentlich dazu äußerte. Sein Vergleich fällt dabei nicht zufällig auf andere Größen: „Amy Pascal und David Heyman sind jetzt auf der Suche nach einem neuen James Bond. David [Corenswet], der neue Superman – er war großartig. Das wird immer der Fall sein.“ Mit anderen Worten: Auch Iron Man wird diesen Zyklus durchlaufen – früher oder später.

Ein direktes Comeback des Charakters in „Avengers: Secret Wars“ ist allerdings nicht zu erwarten. Feige stellt klar: „Wir nutzen diese nicht nur, um die Geschichten abzurunden, die wir nach Endgame erzählt haben, sondern vor allem – und man kann sich die Secret Wars-Comics ansehen, um zu sehen, wohin das führt – um uns für die Zukunft zu rüsten. Bei Endgame ging es buchstäblich um das Ende. In Secret Wars geht es um Anfänge.“

Stillstand ist keine Option

Mit dieser Aussage ist klar, dass „Avengers: Secret Wars“ nicht nur als großes Finale, sondern auch als Reset-Knopf für die kommenden Jahre dient. Die Strategie ist nachvollziehbar. Mit fast zwei Jahrzehnten auf dem Buckel ist das MCU eines der langlebigsten Franchises der Filmgeschichte. Während das DCEU nach nur zehn Jahren bereits abgewickelt wurde, setzt Marvel auf Evolution statt Revolution.

Dennoch wird vor allem die Entscheidung, eine Figur wie Tony Stark neu zu besetzen, emotional. Robert Downey Jr. hat der Rolle seinen Stempel aufgedrückt wie kaum ein anderer. Doch in einem Universum, das sich ständig selbst erweitert, ist Stillstand keine Option.

Quelle: moviepilot.de