Wer sich nicht für jede Strecke hinter das Steuer klemmt und auch einfach mal seine Füße bemüht, der tut nicht nur seiner Gesundheit was Gutes, sondern auch der Umwelt. Dennoch wird dieser Form der Fortbewegung seitens der Politik und in der Öffentlichkeit kaum Aufmerksamkeit zuteil, während vor allem die motorisierte Mobilität immer wieder aufs Neue in diversen Zusammenhängen Thema ist.
Mit Blick auf die vielen Vorteile des guten, alten Zufußgehens, soll sich dies nun aber nachhaltig ändern. Dazu hat die Bundesregierung einen Entwurf zu einer sogenannten „nationalen Fußverkehrsstrategie“ vorgelegt, der darauf abzielt, das Gehen zu Fuß als gleichberechtigten Verkehrsmodus neben den vielen von Hilfsmitteln gestützten Fortbewegungsarten (Auto, Fahrrad, öffentliche Verkehrsmittel etc.) zu etablieren.
Dieser Schritt soll einen „Paradigmenwechsel in der deutschen Verkehrspolitik“ einläuten, um das Bewusstsein für die gesundheitlichen Vorteile des Fußverkehrs zu stärken.
Die neue Strategie sieht vor, den Fußverkehr als integralen Bestandteil einer nachhaltigen Verkehrspolitik anzuerkennen, und Fußgängern somit in Zukunft bessere Bedingungen im Straßenverkehr zu bieten.
Dazu gehören längere Grünphasen an Ampeln, kürzere Wartezeiten und optimierte Wegeführungen. Diese Maßnahmen sollen nicht nur die Sicherheit der Fußgänger erhöhen, sondern auch zu einer Steigerung der Lebensqualität und Gesundheit beitragen.
Es bleibt jedoch die Frage der Umsetzung dieser neuen Gesetze, da die finanzielle Verantwortung für bauliche Veränderungen im Verkehrsraum bei den einzelnen Bundesländern liegt.
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