Wenn die Feiertage anstehen und die TV-Welt in warmes Glanzlicht getaucht wird, sorgt ein traditionsreiches Leinwandmärchen jedes Jahr für reichlich Nostalgie. Die Rede ist natürlich von der legendären „Sissi“-Trilogie. RTL zeigt am 24. Dezember 2024 erstmals alle drei Filme der berühmten „Sissi“-Reihe direkt hintereinander im Free-TV.
Romy Schneider, deren Darstellung von Elisabeth längst zum filmischen Kulturgut gehört, erhält damit ein festliches Zuhause, das an Heiligabend im wahrsten Sinne kaiserlich ausfällt. Los geht der besondere Sendetag bereits um 19:05 Uhr mit der Doku „Wunderschöne Sisi – So war sie wirklich“. Danach nimmt der RTL das Tempo auf und startet um 20:15 Uhr mit dem ersten Film „Sissi“.
Der Auftakt liefert all das, was das nostalgische Gefühlskino der 50er Jahre bis heute prägt. Nämlich prachtvolle Gewänder, opulente Ballsäle und natürlich die Romanze zwischen Elisabeth und Franz-Josef (Karlheinz Böhm). Um 22:15 Uhr schließt „Sissi – Die junge Kaiserin“ an. Ein Kapitel, das stärker hinter die höfische Fassade blickt und zeigt, wie herausfordernd der Alltag am Hof tatsächlich war.
Kurz nach Mitternacht folgt schließlich „Sissi – Schicksalsjahre einer Kaiserin“ um 00:20 Uhr, in dem Elisabeth längst eine gefestigte Persönlichkeit ist und sich dennoch erneut mit Konflikten innerhalb des Kaiserhauses auseinandersetzen muss. Somit laufen die Filme nach vielen Jahren nicht mehr im ARD-Programm. Seit 2014 galten sie dort als feste Weihnachtstradition, doch wandert das cineastische Juwel erstmals zu RTL.
Für Filmfans entsteht so eine neue Anlaufstelle, um die komplette Trilogie am Stück zu erleben. Zusätzlich legt RTL am 25. Dezember 2025 nach und präsentiert alle drei Teile erneut am Tag: „Sissi“ (10:35 Uhr), „Sissi – Die junge Kaiserin“ (12:30 Uhr) und „Sissi – Schicksalsjahre einer Kaiserin“ (14:25 Uhr). Parallel gibt es die Klassiker dauerhaft auf RTL+.
Witzigerweise reagierten damals Kritiker mit deutlicher Skepsis gegenüber dem ersten „Sissi“-Film. Das war den Fans egal, denn die strömten in die Kinos. Der Erfolg war so groß, dass Ernst Marischka zwei weitere Filme realisierte. Für Romy Schneider selbst blieb die Rolle jedoch gespalten. Sie bemühte sich zeit ihres Lebens, sich vom Prinzessinnen-Image zu lösen und schwor nach dem dritten Teil sogar, nie wieder Elisabeth zu verkörpern.
Ein Schwur, den sie nur ein einziges Mal für Luchino Viscontis „Ludwig II.“ brach. Trotzdem hinterließ sie mit der Trilogie ein Werk, das über Generationen hinweg Bestand hat und dessen Faszination in jedem neuen Weihnachtsprogramm spürbar bleibt. RTL setzt nun zum ersten Mal auf dieses traditionsreiche Filmmärchen im eigenen Festtags-Line-up und bringt damit eine Portion Nostalgie zurück, die in vielen Wohnzimmern seit Jahrzehnten einen festen Platz hat.
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