Kaum ein Animationsfilm aus Japan hat sich so sehr in die Herzen von Millionen von Anime- und Film-Fans eingebrannt wie „Prinzessin Mononoke“. Fast drei Jahrzehnte nach der ursprünglichen Kinoveröffentlichung kehrt das epische Werk nun auf die große Leinwand zurück. Dies technisch überarbeitet, visuell aufgewertet und bereit für ein neues Publikum.
Der Re-Release markiert nicht einfach eine nostalgische Wiederaufführung, sondern präsentiert den Anime-Klassiker in einer vollständig restaurierten 4K-Fassung, die zusätzlich für IMAX optimiert wurde. Hinter „Prinzessin Mononoke“ steht das traditionsreiche Studio Ghibli, das seit den 80er-Jahren für handgezeichnete Animationen, poetische Bildsprache und komplexe Erzählweisen bekannt ist.
Mythisches Japan zwischen Fortschritt und Zerstörung
Unter der Regie von Hayao Miyazaki entstand 1997 ein Film, der sich deutlich von vielen Genre-Vertretern abhob. Statt klarer Helden und eindeutiger Antagonisten setzt „Prinzessin Mononoke“ auf moralische Konflikte und eine Welt, in der jede Seite ihre eigenen Gründe hat. Die Handlung ist im späten Muromachi-Zeitalter angesiedelt und verbindet historische Elemente mit Fantasy und Folklore.
Im Zentrum steht der junge Krieger Ashitaka, der nach einem Kampf mit einem dämonisierten Wesen verflucht wird. Auf der Suche nach Erlösung verschlägt es ihn in eine Region, in der Menschen und Natur unversöhnlich aufeinandertreffen. Eisenhütten, Waffen und Expansion stehen uralten Wäldern, Tiergöttern und Geistern gegenüber. Besondere Aufmerksamkeit erhält die Figur San, besser bekannt als Prinzessin Mononoke.
Restauriert für die große Leinwand
Von Wölfen großgezogen, fühlt sie sich der Natur stärker verbunden als der menschlichen Welt. Ihr kompromissloser Kampf gegen die Zerstörung des Waldes macht sie zu einer der eindrucksvollsten Figuren der Anime-Geschichte. Der Film verweigert einfache Antworten und zeigt stattdessen, wie eng Fortschritt, Gewalt und Überleben miteinander verknüpft sind.
Für die aktuelle Kinoauswertung wurde das Originalmaterial aufwendig in 4K überarbeitet und an moderne Projektionstechniken angepasst. Besonders im IMAX-Format entfalten die detailreichen Hintergründe, handgemalten Bewegungen und atmosphärischen Panoramen eine neue Wirkung. Ergänzt wird das Comeback durch eine erstmals verfügbare OmU-Fassung, die dem Originalton zusätzliche Präsenz verleiht. Der deutsche Kinostart ist für den 12. Februar 2026 angesetzt.
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