Wenn der Titel „Der Exorzist“ fällt, gehen bei Horror-Fans sofort die Lichter an. Kaum ein Film hat das Genre so nachhaltig geprägt wie das Original aus dem Jahr 1973. Damals sorgte William Friedkin für einen Kulturschock, der weit über das Kino hinauswirkte. Der Original-Film entwickelte sich rasch zu einem Kultfilm, dem bis heute immer wieder nachgeeifert wird.

Doch die Geschichte des Franchise verlief nicht geradlinig. Über Jahrzehnte folgten Fortsetzungen, Neuansätze und kreative Umwege, die selten an die Wucht des Originals heranreichten. Besonders der jüngste Versuch, „Der Exorzist: Bekenntnis“, sollte eigentlich den großen Neustart markieren. Trotz hoher Erwartungen und enormem finanziellen Aufwand blieb am Ende vor allem Ernüchterung.

Mike Flanagan übernimmt Regie

Für viele Fans fühlte sich der Mythos plötzlich schwerfällig an – fast so, als würde er unter seinem eigenen Ruf zusammenbrechen. Jetzt steht ein neuer Anlauf bevor, der vieles anders machen will. Universal hat der Neuauflage von „Der Exorzist“ nun einen festen Kinostart gegeben: Am 12. März 2027 kehrt „Der Exorzist“ in den US-Kinos zurück.

Der Neustart soll bewusst Abstand zu den bisherigen Teilen halten und einen frischen Zugang zum bekannten Dämonen-Universum finden. Für diese Aufgabe wurde mit Mike Flanagan ein Regisseur verpflichtet, der bei Genre-Fans einen starken Ruf genießt und sich mit Serien wie „Spuk in Hill House“ einen Namen gemacht hat.

Scarlett Johansson betritt neues Terrain

Seine Arbeiten stehen für ruhigen, atmosphärischen Horror, der sich Zeit nimmt und eher unter die Haut geht als laut zu erschrecken. Genau dieser Stil passt für viele Anhänger perfekt zu „Der Exorzist“, der nie von schnellen Effekten, sondern von unterschwelliger Spannung lebte. Flanagans Film soll eine komplett neue Geschichte erzählen, ohne direkte Verbindungen zu früheren Filmen oder Figuren.

Ein echtes Ausrufezeichen setzt bereits jetzt schon die Besetzung. Denn mit Hollywood-Starlet Scarlett Johansson übernimmt erstmals eine Schauspielerin dieses Kalibers die Hauptrolle in einem Exorzist-Film. Für Johansson ist es zugleich der Einstieg in ein großes Horrorprojekt, nachdem sie bislang vor allem mit Blockbustern und Charakterrollen verbunden war.

Mehr als fünfzig Jahre nach dem legendären Original

An ihrer Seite steht der junge Darsteller Jacobi Jupe, der zuletzt mit „Hamnet“ Aufmerksamkeit erregte. Über die Handlung ist bisher kaum etwas bekannt. Klar ist nur, dass der Film eigenständig funktionieren soll und nicht versucht, alte Motive einfach neu aufzuwärmen. Stattdessen geht es darum, das Grundgefühl des Originals – Angst, Kontrollverlust und das Unheimliche im Verborgenen – in eine neue Form zu bringen.

Flanagan selbst zeigte sich begeistert von der Zusammenarbeit und erklärte: „Scarlett ist eine brillante Schauspielerin, deren fesselnde Darbietungen – von Genrefilmen bis hin zu Sommer-Blockbustern – stets geerdet und authentisch wirken, und ich freue mich riesig, dass sie bei diesem Exorzist-Film mitwirkt.“

Mehr als fünfzig Jahre nach dem legendären Original bekommt „Der Exorzist“ damit eine neue Chance. Nicht als Fortsetzung, nicht als Reparatur früherer Filme, sondern als eigenständiger Horrorfilm, der den Kern der Marke ernst nimmt und zugleich neue Wege einschlägt. Für Fans bleibt vor allem die Spannung, wie sich dieser frische Ansatz auf der großen Leinwand anfühlen wird.