He-Man, Skeletor, Battle Cat und das legendäre Schloss Grayskull. Für viele gehören diese Namen zu den schönsten Kindheitserinnerungen der 80er Jahre. Mit „Masters of the Universe“ kehrt die kultige Fantasy-Welt nun als aufwendiger Realfilm zurück. Regisseur Travis Knight („Bumblebee“) verbindet dabei den Charme der klassischen Zeichentrickserie mit moderner Blockbuster-Unterhaltung. Herausgekommen ist ein herrlich nostalgisches Abenteuer, das mit reichlich Fanservice, sympathischen Figuren und jeder Menge Action begeistert. Nun gibt es „Masters of the Universe“ auch auf Blu-ray und DVD fürs Heimkino.

Die Geschichte beginnt zunächst auf der Erde, wo Prinz Adam (Nicholas Galitzine) fernab seiner eigentlichen Heimat aufgewachsen ist. Als das legendäre Power-Schwert wieder auftaucht, führt ihn sein Weg zurück nach Eternia. Dort muss er sich nicht nur seiner Herkunft stellen, sondern auch gegen den finsteren Skeletor (Jared Leto) behaupten. Unterstützung erhält Adam unter anderem von Teela (Camila Mendes) und Man-At-Arms (Idris Elba). Doch bevor er zum mächtigen He-Man werden kann, muss er erst lernen, welche Verantwortung mit seiner Bestimmung verbunden ist.

Eternia voller Nostalgie und Fanservice

Schon die Gestaltung von Eternia macht deutlich, wie viel Begeisterung für die Vorlage in diesem Film steckt. Gewaltige Burgen, futuristische Technik, fantasievolle Kreaturen und farbenprächtige Landschaften lassen die bekannte Welt eindrucksvoll lebendig werden. Besonders die zahlreichen Auftritte vertrauter Charaktere bereiten Freude. Neben den großen Namen dürfen sich Fans unter anderem auf Trap Jaw, Tri-Klops und Fisto freuen. Dazu kommen unzählige kleine Anspielungen, die zum Entdecken einladen.

Nicholas Galitzine überzeugt als sympathischer Prinz Adam, der zunächst etwas unbeholfen wirkt und erst allmählich in seine Rolle hineinwächst. Camila Mendes bringt als Teela die nötige Entschlossenheit mit, während Idris Elba seinem Man-At-Arms eine angenehm raue Persönlichkeit verleiht. Jared Leto wiederum präsentiert einen herrlich finsteren Skeletor, der auch optisch beeindruckt.

Die Mischung aus temporeicher Action, humorvollen Einlagen und emotionalen Momenten funktioniert hervorragend. Einzelne Gags fallen zwar etwas albern aus, doch gerade diese Verspieltheit erinnert an die klassische Zeichentrickserie. Gleichzeitig sorgt die moderne Tricktechnik für spektakuläre Kämpfe und eindrucksvolle Verwandlungen.

Ein Soundtrack mit Gänsehautgarantie

Auch musikalisch hat „Masters of the Universe“ einiges zu bieten. Daniel Pemberton liefert einen kraftvollen Soundtrack, bei dem unter anderem Queen-Gitarrist Brian May mitwirkt. Bekannte musikalische Motive und 80er-Jahre-Klänge sorgen immer wieder für besondere Momente. Gerade wenn vertraute Melodien erklingen, entfaltet der Film seine ganze nostalgische Wirkung.

Natürlich bleibt die Geschichte recht einfach gestrickt und nicht jeder Dialog sitzt perfekt. Doch das fällt angesichts der enormen Spielfreude kaum ins Gewicht. Travis Knight versteht es, die verschiedenen Elemente der Marke zu einem unterhaltsamen Fantasy-Abenteuer zusammenzuführen, das sowohl langjährige Fans als auch Neueinsteiger anspricht.

„Masters of the Universe“ ist letztendlich eine rundum gelungene Neuinterpretation, die ihre Wurzeln feiert. Die sympathische Besetzung, der großartige Soundtrack und die zahlreichen Wiedererkennungsmomente machen den Film zu einem echten Vergnügen. Ein herrlich buntes, temporeiches und nostalgisches Abenteuer, das von Anfang bis Ende beste Unterhaltung bietet. Bei der Macht von Grayskull, so darf He-Man gerne öfter zurückkehren!

„Masters of the Universe“ (Plaion Pictures) – VÖ: 05. Nov 26