Netflix-Kunden, die ihr Abo bislang über Apple bezahlt haben, müssen künftig umdenken, da der Streaming-Gigant Zahlungen über Apple-Pay weltweit nicht mehr akzeptieren will. Die entsprechende Kundschaft wird von daher nun vehement dazu aufgefordert, auf eine alternative Zahlungsweise umzusteigen, ansonsten wird die Mitgliedschaft auf Eis gelegt.
Netflix stellt seinen Nutzern, die bisher über Apple ihre Abonnements bezahlt haben, ein Ultimatum: Um ihren Service weiterhin nutzen zu können, müssen sie auf eine direkte Zahlungsmethode umsteigen. Zur Auswahl stehen dabei PayPal, Kreditkarte, Lastschrift oder Geschenkkarte.
Mit dieser Maßnahme folgt das Unternehmen dem Beispiel von Spotify, wo Apple-Nutzern bereits im Sommer 2023 eine ähnliche Entscheidung abverlangt wurde. Der Hintergrund für diese Änderung liegt in der Provision von 15 Prozent, die Netflix an Apple für Zahlungen über die Apple-Schnittstelle abtreten muss. Durch die Umstellung auf Direktzahlungen entzieht sich Netflix diesen Kosten.
Wie aus dem Hilfecenter von Netflix hervorgeht, steht die Zahlungsmethode über Apple für neue Kunden oder Rückkehrer bereits nicht mehr zur Auswahl. Auch Mitglieder, die ihr Basic-Netflix-Abo bislang über iTunes abgewickelt haben, sind „The Verge“ zufolge inzwischen von dieser Neuregelung betroffen und damit weltweit aufgefordert, ihre Zahlungsmethode zu ändern.
Etwas Partywissen am Rande: Gegründet wurde Netflix 1997 von Reed Hastings und Marc Randolph in Kalifornien. Seinerzeit lief das "Streming" aber gewissermaßen noch analog. Netflix startete nämlich ursprünglich als DVD-Verleih per Post.
Mit dem Übergang von Netflix zum Streaming-Dienst im Jahr 2007 schrieb das Unternehmen dann aber Geschichte, die bis heute andauert. Dieser Schritt erfolgte zu einer Zeit, als die Breitbandtechnologie einerseits noch jung, andererseits aber auch schon verbreitet genug war, um den perfekten Nährboden für das Streaming-Geschäftsmodell zu bieten. Netflix nutzte diese Gelegenheit, um seinen Nutzern unbegrenzten Zugriff auf eine digitale Bibliothek von Filmen und Serien gegen eine monatliche Gebühr zu bieten, traf damit voll ins Schwarze und wurde rasch zum Kult, der sich sogar im Sprachgebrauch niederschlug.
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