Der berüchtigte Horror-Schocker kehrt zur Freude aller Fans nun endlich in einer Form zurück, die lange Zeit kaum jemand für möglich hielt. Alexandre Ajas „High Tension“ verschwand Mitte der 2000er regelrecht in der Versenkung, nachdem die BzKJ den Titel hart eingestuft und auf die Liste B gesetzt hatte. Die Begründung lautete damals „vermutete Gewaltverherrlichung“.

Damit galt nicht nur ein reguläres Vertriebsverbot, sondern auch die strikte Trennung vom deutschen Markt. Ein Schicksal, das nur wenige Genrefilme in diesem Maße trifft. Fast zwei Jahrzehnte später präsentiert sich die Situation völlig anders. Nachdem die BzKJ im März 2023 sämtliche Fassungen von „High Tension“ von ihren Listen entfernt hat, ist der Weg frei für eine Veröffentlichung, die den Ruf des Films unter Genrefans neu beleben dürfte.

Harte Medienregulierung in Deutschland

So erscheint der Streifen nun nicht nur ungekürzt, sondern erstmals auch in hochauflösender 4K-Fassung. Für einen Film, der 2003 durch seine dichte Atmosphäre, die kompromisslose Härte und den Mix aus Psycho-Nervenkitzel und brutalen Schocks einen regelrechten Hype auslöste, ist das ein bemerkenswerter Schritt.

Die Vergangenheit des Titels liest sich indes wie ein Kapitel aus der Geschichte der harten Medienregulierung in Deutschland. Eine Kinoauswertung fand nie statt, weil die FSK sämtliche eingereichten Fassungen ablehnte. Dadurch blieb lediglich eine gekürzte SPIO/JK-Version für den Heimvideomarkt, die 2004 kurzzeitig die Runde machte. Schon 2005 folgte schließlich der Schritt auf den Index.

Limitiertes Steelbook und erstmals in 4K-UHD

Damit war „High Tension“ für viele Jahre vor allem ein Mythos. Ein Film, der zwar in Genrezirkeln längst Kultstatus besaß, aber in Deutschland kaum legal erhältlich war. Dass sich dieses Blatt nun wendet, zeigt sich besonders in den kommenden Editionen. Am 27. November 2025 erscheint ein limitiertes Steelbook, das die ungekürzte Fassung zusammen mit einer 4K-UHD-Disc und zwei Blu-rays enthält.

Abhängig von der Edition werden Features wie HDR/Dolby Vision geboten. Hinzu kommen deutsche, französische und englische DTS-HD-MA-Tonspuren. Abgerundet wird das Paket durch ein umfangreiches Bonusmaterial: Dokumentationen, Interviews, Trailer und Bildergalerien liefern Kontext für alle, die tiefer in die Entstehungsgeschichte eintauchen möchten.

Darum geht es in „High Tension“

Der Plot von „High Tension“ hat auch heute nichts von seiner Intensität verloren. Zwei Studentinnen, Alex und Marie, suchen etwas Abstand vom Alltag und reisen zu Alex’ Familie auf einen abgelegenen Bauernhof. Die vermeintliche Ruhe verpufft jedoch abrupt, als ein Fremder ins Haus eindringt und die Situation in kürzester Zeit eskaliert. Der Vater, die Mutter und der kleine Sohn der Familie werden brutal getötet.

Auch Alex wird überwältigt und gefesselt. Marie, die alles mit ansehen muss, versucht verzweifelt, ihre Freundin zu retten, bevor der Täter auch sie ins Visier nimmt. Der Film entfaltet seine Wirkung besonders durch die klaustrophobische Inszenierung und die kompromisslose Darstellung der Ereignisse.

Quelle: tvspielfilm.de