Jahrzehnte nach dem ersten Chaos-Ausbruch der pelzigen und später äußerst unfreundlichen Gremlins kündigt sich nun wirklich die Rückkehr der kleinen Kultbiester an. Wer damals mit Popcorn vor dem Röhrenfernseher saß oder im Kino erschrocken losgelacht hat, dürfte bereits innerlich die ikonischen Soundeffekte der Mogwai hören.
Schließlich war „Gremlins – Kleine Monster“ nicht nur ein 80er-Phänomen, sondern ein Paradebeispiel dafür, wie harmlos-niedlich verpacktes Chaos zum Massenkult werden kann. Nach unzähligen Gerüchten und Skriptentwürfen ist es nun endlich offiziell. Demnach hat „Gremlins 3“ jetzt einen offiziellen Kinostart und zwar am 19. November 2027. Die Info kam nicht etwa über irgendein Leak, sondern direkt aus einem Investoren-Call.
<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">Warners Making 'Gremlins 3' with Steven Spielberg, Chris Columbus Returning <a href="https://t.co/OBhGXS3ZHr">https://t.co/OBhGXS3ZHr</a></p>— The Hollywood Reporter (@THR) <a href="https://twitter.com/THR/status/1986422080846635373?ref_src=twsrc%5Etfw">November 6, 2025</a></blockquote> <script async="" src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>Trotzdem wirkt es fast surreal, dass das Projekt wirklich Form annimmt. Und das nicht als Reboot, nicht als ironische Neuinterpretation, sondern als klassische Fortsetzung. Chris Columbus, der einst das Script zur Original-Katastrophen-Kuschel-Story schrieb und später mit Familienchaos wie „Kevin – Allein zu Haus“ punktete, sitzt wieder an den Tasten und produziert das Ganze.
Steven Spielberg, der schon damals mit Amblin Entertainment die Fäden zog, hat das Skript laut Berichten persönlich abgesegnet. Joe Dante, der Regisseur von einst, bleibt diesmal außen vor, nach all den Jahren keine Überraschung. Fans dürfen sich derweil freuen, denn die Kreaturen sollen erneut mit Puppentechnik statt aufwendigen CGI-Effekten zum Leben erwachen.
Praktische Effekte, Schleim, Animatronics, ja, ohne Frage, das riecht nach purem Retro-Charme und einem modernen Blick auf alte Handwerkskunst. Wenn das Drehbuch, das Columbus gemeinsam mit Carl Ellsworth entwickelt hat, tatsächlich so „düster und verdreht“ ist, wie es verkauft wird, könnte ein spannender Mix entstehen. Außerdem schließt sich das Projekt nahtlos einem Trend an, der zuletzt Titel wie „Beetlejuice Beetlejuice“ wieder aus den Schatten holte.
Zur Erinnerung: „Gremlins – Kleine Monster“ legte 1984 mit einem unscheinbaren Mogwai den Grundstein für filmisches Chaos und weltweiten Kultstatus. Ein junger Mann erhält ein knuffiges Wesen, das mehr Regeln mitbringt als ein High-Tech-Gadget: kein Wasser, kein helles Licht und, ganz wichtig, kein Futter nach Mitternacht. Wer diese Vorgaben ignoriert, wird Zeuge drastischer Transformationen. Denn die süßen Fellknäuel mutieren zu kleinen Anarchisten, die ganze Städte in den Ausnahmezustand schicken.
Der Nachfolger „Gremlins 2 – Die Rückkehr der kleinen Monster“ konnte zwar im Kino nicht an den Erfolg anknüpfen, mausert sich aber seit Jahren zum Fan-Liebling. Und genau an diesem Spirit will der neue Film anknüpfen. Kein Neustart, kein völlig anderer Ansatz, sondern ein direktes Weitererzählen jener Welt, in der ein vermeintlich harmloses Geschenk schnell in randalierende Mini-Monster umschlagen kann. Ob in „Gremlins 3“ wieder ein friedlich pfeifender Mogwai auftritt oder ob die Chaostruppe sofort freigelassen wird, bleibt vorerst offen.
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