Die Welt von „Game Of Thrones“ wirkt auch Jahre nach dem großen Serienfinale wie ein endloser Fundus, aus dem sich immer neue Geschichten ziehen lassen. Bei HBO ist das längst Alltag, denn die Marke hat dort einen festen Platz. Während lange Zeit vor allem der Blick in die Vergangenheit im Mittelpunkt stand, meldet sich nun überraschend die Idee von Fortsetzungen zurück.

Der Gedanke an neue Kapitel nach dem Ende von Staffel 8 war einst weit weg, doch inzwischen zeichnet sich eine andere Richtung ab. Nach dem Serienfinale im Jahr 2019 lag der Fokus auf Vorgeschichten. Klar strukturierte Prequels führten die Fans durch frühere Zeitalter, etwa in „House Of The Dragon“ oder dem kommenden „A Knight Of The Seven Kingdoms“, das am 19. Januar 2026 starten soll.

„[…] Ja, es gibt auch einige Sequels.“

Auch das nie ausgestrahlte „Game Of Thrones: Blood Moon“ wäre ein weiterer Blick in eine ferne Vergangenheit gewesen. Lange sah alles danach aus, als werde ausschließlich rückwärts erzählt. Doch diese festgefahrene Perspektive beginnt sich langsam aufzulösen. George R.R. Martin, der kreative Kopf hinter der Saga, sorgte nun Mitte November 2025 bei der isländischen Convention Iceland Noir für neuen Gesprächsstoff.

Dort sagte er: „Abgesehen von ‚ A Knight Of The Seven Kingdoms‘ und ‚House Of Dragon‘ sind auch noch andere ‚Game Of Thrones‘-Spin-offs in der Entwicklung. Die meisten sind Prequels. Es sind mehrere in Arbeit, fünf oder sechs Serien, und ich entwickle sie nicht allein, ich arbeite mit anderen Leuten zusammen. Ja, es gibt auch einige Sequels.“ Diese Worte wirken wie ein Tor, das plötzlich wieder offensteht, nachdem es zuvor jahrelang verschlossen schien.

Bekanntes Terrain mit vertrauten Figuren

Die Idee, die Handlung zeitlich nach der Hauptserie fortzuführen, ist aus Sicht des Senders attraktiv. Eine Welt, die bereits etabliert ist, erlaubt eine Rückkehr zu Figuren, die Zuschauer über Jahre begleitet haben. Gleichzeitig spart ein Sequel den Aufwand, komplett neue Zeitlinien aufzubauen. Besonders die Figur Jon Snow stand schon länger als Kandidat im Raum. Ein mögliches Projekt rund um ihn war zwar immer wieder Gesprächsthema, bekam aber vom HBO-Management einen Dämpfer.

HBO-Chef Casey Bloys ließ damals wissen, dass man für diese Richtung noch keine überzeugende Idee gefunden habe. Doch dass Martin nun von mehreren Fortsetzungen spricht, deutet auf Bewegung im Hintergrund hin. Noch spannender wird es, wenn man an Arya Stark denkt. Ihr Abschied in der letzten Folge, als sie zur Erkundung des Westens von Westeros aufbricht, ließ viele Möglichkeiten offen. Trotzdem erklärte HBO damals, direkte Sequels seien nicht in Planung.

Baustein in einem größeren Puzzle

Der Gedanke an ein Arya-Projekt verschwand damit vorerst wieder aus dem Blickfeld. Doch genau hier kommt eine alte Andeutung Martins ins Spiel. Bereits im November 2024 erwähnte er ein Treffen mit Maisie Williams. Er verriet keine Details, deutete aber an, dass „es so viel Spaß machen“ könnte, wenn sich daraus etwas entwickle. In Kombination mit seinen aktuellen Aussagen erscheint dieses Treffen nun als Baustein in einem größeren Puzzle. Wenn tatsächlich mehrere Sequels entstehen, könnte ein Projekt über Aryas Reise plötzlich wieder realistisch wirken.

Quelle: filmstarts.de