Es ist ein mutiger Schritt, den Netflix gegangen ist. Denn der Streaming-Dienst hat sich an die Verfilmung einer der bekanntesten literarischen Werke „Hundert Jahre Einsamkeit“ von Gabriel García Márquez gewagt und diese als Serie adaptiert. Ein Unterfangen der als gewagt gilt, da die komplexe und vielschichtige Saga bisher als unverfilmbar galt. Nun ist „Hundert Jahre Einsamkeit“ im Kasten und es gibt auch einen Trailer dazu.
Ob die Entscheidung von Netflix auf fruchtbaren Boden stößt, diesen Bestseller zu adaptieren, bleibt weiterhin fraglich. Zumindest wenn man auf die Kommentare unter dem Trailer blickt, die einen eher kritischen Ton anschlagen. Davon abgesehen deuten die ersten gezeigten Szenen im Trailer darauf hin, dass man eine epische Geschichte erwarten kann.
Die Handlung in der Serie „Hundert Jahre Einsamkeit“ bleibt indes der Original-Erzählung treu. Im Roman „Hundert Jahre Einsamkeit“ erzählt Gabriel García Márquez die Geschichte der Familie Buendía über sieben Generationen hinweg. Das Buch spielt in dem fiktiven Dorf Macondo, das mitten in den südamerikanischen Dschungeln liegt. Der Gründer des Dorfes, José Arcadio Buendía, und seine Frau Úrsula sind die Protagonisten der ersten Generation.
Nach ihrer Heirat gegen den Willen ihrer Eltern, verlassen ihre Heimat, um ein neues Leben zu beginnen. Ihre Suche führt zur Gründung von Macondo in dem sie mit Freunden und Abenteurern leben. Ihr Leben und das ihrer Nachkommen ist geprägt von wiederkehrenden Mustern von Leidenschaft, Gewalt, Triumph und Niederlage. Die Familie erfährt tragische Schicksale, die oft mit Isolation und Wahnsinn einhergehen.
„Hundert Jahre Einsamkeit“ behandelt auch größere soziale und politische Themen, die Kolumbien und Lateinamerika betreffen, wie Bürgerkriege, Ausbeutung durch ausländische Unternehmen und den Einfluss der Politik auf das persönliche Leben. Der Roman war aber nicht nur eine Familiensaga, sondern auch eine symbolische Darstellung der lateinamerikanischen Geschichte und der Suche nach Identität.
Es wird nicht einfach für die Serie, schließlich ist der Roman für seine komplexe, ineinander verschlungene Erzählstruktur berühmt, die es zu einem Meilenstein der Weltliteratur und einem der Schlüsselwerke des Magischen Realismus machte. Obwohl Netflix noch keinen genauen Starttermin für die Serie bekannt gegeben hat, lässt der veröffentlichte Trailer darauf schließen, dass die Premiere nicht mehr weit entfernt ist.
Die Serie wird voraussichtlich aus 16 Folgen bestehen, die die einzige Staffel bilden könnten. Die Serie, gefilmt in Kolumbien, wurde von einem talentierten Cast begleitet, zu dem Claudio Cataño, Ella Becerra und Santiago Vasquez gehören. Unter der Regie von Laura Mora und Alex García López und mit der Unterstützung der Familie von Gabriel García Márquez besitzt „Hundert Jahre Einsamkeit“ das Potenzial für eine spannende Serie.
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