YouTube überarbeitet nach rund zehn Jahren das Design seines Video-Players grundlegend. Die neue Benutzeroberfläche wird derzeit für Webnutzer eingeführt und stellt den größten visuellen Umbruch seit der Umstellung vom Flash- auf den HTML5-Player im Jahr 2013 dar.
Die Plattform ersetzt das bisherige rot-weiße Erscheinungsbild durch eine moderne, transparente Gestaltung mit abgerundeten Elementen. Zentraler Bestandteil des neuen Designs sind sogenannte „Blasen“, in denen die Bedienelemente platziert werden. Optisch orientiert sich das Redesign an aktuellen Designtrends wie Apples „Liquid Glass“-Ästhetik, die sich durch halbtransparente, reflektierende und weichgezeichnete Oberflächen auszeichnet.
Der Play- und Pause-Button sowie die Zeitanzeige befinden sich nun in pillenförmigen Kapseln am unteren linken Bildrand, während andere Steuerelemente, etwa für Qualität oder Wiedergabegeschwindigkeit, in einer separaten Blase an der rechten Seite zusammengefasst sind.
Der Lautstärkeregler befindet sich nun ebenfalls rechts und damit auf der genau gegenüberliegenden Seite des Players, die man vom alten Design gewohnt war. Auch die Ausrichtung des Reglers wurde geändert und ist nun nicht mehr horizontal, sondern vertikal ausgelegt.
In der Community stoßen diese Anpassungen bislang auf überwiegend kritische Resonanz. Neben der ungewohnten Optik sorgen insbesondere die neue Anordnung der Bedienelemente bei langjährigen Nutzern für Unmut. Ärger entzündet sich dabei vor allem an der Neupositionierung des Lautstärkereglers, der sich nicht mehr an der gewohnten Position befindet. Viele Nutzer monieren zudem die Abkehr vom etablierten und vertrauten Design.
Der Rollout des neuen Players erfolgt schrittweise. Wann die Umstellung für alle Anwender abgeschlossen ist, bleibt derzeit offen. Möglich erscheint, dass Google noch kleinere Korrekturen an der neuen Oberfläche vornimmt, bevor sie flächendeckend eingeführt wird. Fest steht jedoch, dass der klassische Player, wie er über Jahre hinweg im Einsatz war, sukzessive durch das neue Design ersetzt werden soll.
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