Whatsapp will die Telefonnummer als zentrale Identifikationsmethode ablösen und setzt dabei auf Nutzernamen. Nach einer langen Testphase steht nun fest, wann das neue Feature für alle verfügbar sein soll.
Meta bestätigte, dass sich die Nutzernamen-Funktion in einer fortgeschrittenen Testphase befindet. Laut einer Mitteilung an Geschäftspartner, über die WABetaInfo berichtet, ist der offizielle Start für das kommende Jahr vorgesehen. Unternehmen mit einem Whatsapp-Business-Account haben bis Juni 2026 Zeit, ihre Systeme anzupassen, bevor die Funktion vollständig eingeführt wird. Privatnutzer müssen sich noch etwas gedulden, können aber voraussichtlich kurz danach ebenfalls loslegen.
Bereits 2024 waren erste Betaversionen des Features aufgetaucht, und Mitte 2025 legte Meta Regeln für die Erstellung der Nutzernamen fest. Diese sollen künftig als alternative Kontaktmöglichkeit dienen, ohne dass eine Telefonnummer angegeben werden muss.
Der Schritt soll die Privatsphäre stärken und die Kontrolle über persönliche Daten verbessern. Statt ihre Telefonnummer zu teilen, können Nutzer künftig einfach ihren Nutzernamen weitergeben, über den auch Sprach- und Videoanrufe möglich sind. Damit entfällt das Risiko, außerhalb des Messengers kontaktiert zu werden.
Meta bezeichnet die neue Funktion deshalb als "optionale Datenschutzfunktion". Besonders bei der Kommunikation mit Unternehmen soll dies Hemmschwellen abbauen, wie WABetaInfo berichtet: Viele Menschen würden derzeit auf eine Kontaktaufnahme verzichten, weil sie ihre Telefonnummer preisgeben müssten.
Für Geschäftskonten führt Whatsapp zusätzlich eine sogenannte Business-Scoped User ID (BSUID) ein. Diese soll sicherstellen, dass Unternehmen auch ohne Telefonnummer eindeutig mit ihren Kundinnen und Kunden kommunizieren können. Gleichzeitig ermöglicht sie eine datenschutzfreundlichere Verwaltung der Nutzerinformationen.
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