Kompakt, leicht und trotzdem 110.000 Umdrehungen pro Minute – der Laifen Mini positioniert sich selbstbewusst als erschwingliche Alternative zu deutlich teureren Premium-Haartrocknern. Handlich und schick ist das Gerät ohne Frage. Aber kann es auch praktisch überzeugen?
Der Laifen Mini ist als besonders kompakter und reisetauglicher Haartrockner konzipiert und positioniert sich mit einem Preis von aktuell rund 130 Euro als deutlich zugänglichere Alternative zu Premium-Geräten wie dem Dyson Supersonic, die häufig jenseits der 300-Euro-Marke liegen. Technisch bewegt sich der Mini mit intelligenter Temperaturkontrolle und Ionen-Technologie dennoch im Segment moderner Hochgeschwindigkeitsföhne.

Ausstattung und Technik
Mit gerade mal 299 Gramm zählt der Laifen Mini zu den Leichtgewichten seiner Klasse. Im Inneren arbeitet ein bürstenloser Motor mit 1.100 Watt, der bis zu 110.000 Umdrehungen pro Minute erreicht und damit einen konzentrierten, kräftigen Luftstrom erzeugt, der das Haar schnell trocknet, ohne extreme Hitze zu benötigen.
Die Luftgeschwindigkeit soll laut Hersteller bis zu 19 Meter pro Sekunde erreichen, was umgerechnet fast 70 km/h entspricht und damit etwa Windstärke 8 auf der Beaufort-Skala, also stürmischem Wind. Zur Verfügung stehen zwei Geschwindigkeits- und drei reguläre Temperaturstufen (kalt, warm und heiß), ergänzt um einen speziellen Kindermodus mit reduzierter Wärme für empfindliche Kopfhaut. Laut Hersteller überwacht ein integrierter Mikroprozessor die Temperatur 100-mal pro Sekunde, um Schwankungen auszugleichen und eine möglichst konstante Wärmeabgabe zu gewährleisten.

Im Inneren arbeitet zudem ein Generator, der negative Ionen erzeugt, um statische Aufladung zu reduzieren und das Haarbild glatter und mit weniger fliegenden Strähnen erscheinen zu lassen. Sehr nützlich, insbesondere bei feinerem oder trockenem Haar.
Im Lieferumfang enthalten sind eine schicke Aufbewahrungstasche sowie eine Stylingdüse. Der magnetische Aufsatz lässt sich einfach und passgenau anbringen und sitzt daraufhin stabil, aber immer noch drehbar, auf dem Gerät. Schade ist jedoch, dass die in der Anleitung erwähnte Wandbefestigung nicht zum Lieferumfang gehört und sich Laifen auch sonst weiteres Zubehör, wie etwa einen Diffusor für lockiges Haar, spart.
Wichtig zu wissen außerdem: Der Mini unterstützt keine Doppelspannung und ist auf 220–240 V festgelegt. Für Reisen innerhalb Europas ist das unproblematisch. Wer mit dem Mini im Gepäck allerdings Länder mit 110-Volt-Netz besucht, wie etwa Nordamerika, müsste zwingend einen Spannungswandler verwenden.

Design und Bedienung
Der erste Eindruck nach dem Auspacken ist sehr positiv. Das Gehäuse wirkt hochwertig verarbeitet, die feinkörnig texturierte, matte Oberfläche fühlt sich angenehm an und bietet guten Halt. Metallisch glänzende Akzente, wie das Rundgitter unten am Ansaugbereich und die zwei Schaltknöpfe, sorgen für einen edlen Auftritt. Mit 1,8 Metern fällt das Kabel zudem außerdem erfreulich lang aus und bietet genügend Bewegungsfreiheit vor dem Spiegel. Ein farblich passender flexibler Kabelbinder sorgt für Ordnung.
Trotz des geringen Gewichts wirkt der Föhn recht robust und alltagstauglich. Der Griff ist mit seinen 15 cm Länge auch für größere Hände ausreichend dimensioniert. Allerdings sollte man dann aufpassen, dass man das Ansauggitter nicht verdeckt. Dieses kann man einfach abziehen, um den Filter darunter zu reinigen.

Die Bedienung erfolgt über zwei Schaltelemente am Rücken des Handgriffs. Mit dem oberen Schiebeknopf schalten wir den Haartrockner auf Geschwindigkeitsstufe eins oder zwei ein. Der Button darunter ist für die Temperatur zuständig. Mit einem Knopfdruck wechseln wir zwischen kalt, warm und heiß. Halten wir ihn für wenige Sekunden gedrückt, aktivieren wir einen automatischen Modus, der fließend durch die Temperaturen wechselt.
Mit zwei schnellen Drückern gelangt man schließlich in den Kindermodus, der die Temperatur gegenüber der Warmeinstellung noch einmal etwas absenkt. Elegantes Detail: Die gewählte Temperatureinstellung wird durch einen LED-Ring am Hinterkopf des Föhns farblich codiert angezeigt.

Praxistest
Nach dem ersten Einschalten hat uns der Laifen Mini vor allem durch seine Power überrascht. Schon auf Stufe eins pustet das Gerät unser Haar ordentlich durch, auf der höheren Einstellung geht es, wie oben bereits ausgeführt, förmlich stürmisch zu. Das ist fraglos beeindruckend, eine dediziert schwächere Stufe für feineres Styling wäre jedoch wünschenswert gewesen.
Der Temperaturwechsel geht in beide Richtungen rasch vonstatten und bleibt dann stets konstant. Die intelligente Temperaturüberwachung erfüllt hier zuverlässig ihren Job. Überraschend angetan hat es uns dabei der Cycling-Modus – der automatisierte Durchlauf zwischen den Temperaturen fühlt sich sehr angenehm an und hat fast schon einen Spa-Charakter.

Positiv fällt zudem auf, dass das Betriebsgeräusch trotz hoher Drehzahl für ein Gerät dieser Art recht ruhig und moderat bleibt – ein deutlicher Unterschied zu diesen kreischenden alten Gurken, die es in vielen Haushalten noch von Elterntagen gibt. Auch die Wärmeentwicklung am Gerät selbst hält sich sehr in Grenzen, sodass der Mini nach dem Einsatz rasch wieder verstaut werden kann.
Vor allem aber gestaltet sich das Föhnen dank des geringen Gewichts und der Griffigkeit des Mini auch bei längeren Styling-Sessions sehr bequem und komfortabel. Zwar ist der Haartrockner für Reisen und als Zweitföhn im Gästebad konzipiert, mit Blick auf die Leistung, die unkomplizierte Bedienung und nicht zuletzt auf das schicke Design wird das dem feinen Gerät aber nicht gerecht.

Fazit
Kleines Format, große Leistung: Der Laifen Mini ist kein Spielzeug-Reiseföhn, sondern ein ernstzunehmender Hochgeschwindigkeits-Haartrockner mit Ionen-Technologie. Das Design ist geschmackvoll, die Verarbeitung hochwertig, die Bedienung benutzerfreundlich. In der Praxis überzeugen ferner das geringe Gewicht, der kräftige Luftstrom und der angenehm konstante Temperaturverlauf.
Ganz frei von Kritik ist das Gerät dennoch nicht. Eine feinere Leistungsabstufung für sensibles Styling wäre wünschenswert gewesen. Die fehlende Doppelspannung ist als technische Einschränkung ein echtes Manko für einen Reiseföhn, und auch der Zubehörumfang fällt eher schlank aus.
Für rund 130 Euro bekommt man mit dem Laifen Mini allerdings überzeugende Technik im Kompaktformat, die sich nicht nur in der Reisetasche wohlfühlt. Als Alternative zu deutlich teureren Premium-Geräten positioniert sich der handliche Haartrockner daher nicht als billige Kopie, sondern als bewusst reduzierte, leistungsstarke Lösung, die schnelles und effizientes Trocknen höher gewichtet als maximale Ausstattung.
Den Laifen Mini Hochgeschwindigkeits-Haartrockner bekommt ihr für 129,99 Euro in den Farbvarianten Coral Pink, Jungle Green, Glacier Blue und Arctic White auf der Webseite des Herstellers oder auch hier auf Amazon.
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