PETA, eine der bekanntesten Tierschutzorganisationen weltweit, hat Kritik an Mario Kart World geäußert. Grund dafür ist die Figur Moo Moo Meadows, die im Spiel mit einem Nasenring dargestellt wird. Für die Organisation ist dieses Detail mehr als ein gestalterisches Element, da es in ihren Augen reale Tierquälerei widerspiegelt.

Forderung nach Veränderung

PETA fordert von den Entwicklern, den Nasenring zu entfernen und die Spielfigur neu zu gestalten. Zur Begründung verweist die Organisation auf Praktiken in der Landwirtschaft, bei denen Rinder mit Ringen versehen werden, um ihr Verhalten zu kontrollieren. Diese Praxis sei für die Tiere schmerzhaft und Ausdruck einer Haltung, die Tiere als reine Produktionsmittel behandelt. Mit ihrer Kampagne ruft PETA dazu auf, eine Erklärung zu unterschreiben, die diese Kritik unterstützt. Nach Ansicht der Organisation könnte selbst eine kleine Anpassung in einem Spiel dazu beitragen, das Bewusstsein für Tiere zu verändern.

<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">Liberate Cow <a href="https://t.co/wLuf3fJZ1P">pic.twitter.com/wLuf3fJZ1P</a></p>— PETA (@peta) <a href="https://twitter.com/peta/status/1956093680164725113?ref_src=twsrc%5Etfw">August 14, 2025</a></blockquote> <script async="" src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>
Reaktionen und Gegenstimmen

In den sozialen Netzwerken stieß die Aktion auf ein geteiltes Echo. Viele Nutzer argumentieren, dass der Fokus auf ein Detail in einem Videospiel den Blick von den eigentlichen Problemen des Tierschutzes ablenke. PETA selbst bleibt bei seiner Position und betont, dass Darstellungen in digitalen Welten die Sichtweise auf reale Tiere beeinflussen können. Ein Nasenring in einem Spiel sei deshalb nicht harmlos, sondern vermittle unterschwellig, dass ein solches Hilfsmittel normal und akzeptabel sei.

Eine lange Geschichte von Kampagnen

Die Kritik an Mario Kart World reiht sich in eine Serie ähnlicher Kampagnen ein, mit denen PETA in den vergangenen Jahren für Aufmerksamkeit sorgte. So standen bereits Mario wegen des Tanooki-Anzugs, Pokémon wegen angeblicher Anspielungen auf Tierquälerei oder Cooking Mama wegen der Zubereitung von Fleisch im Mittelpunkt von Aktionen. Auch Spiele mit Jagd- oder Fangmechaniken wie Assassin’s Creed IV: Black Flag oder Animal Crossing gerieten ins Visier der Organisation. Häufig sorgten diese Vorstöße weniger für inhaltliche Debatten, sondern vor allem für Schlagzeilen, die PETA im Gespräch hielten und Spielerinnen und Spieler gleichermaßen irritierten wie amüsierten.

Quelle: gameswelt.de