Henker Hermann ist wütend: Obwohl er das exklusive Recht auf Hinrichtungen in Rattay besitzt, wurde er für die nächsten drei Verurteilten durch einen Konkurrenten ersetzt. Um seine Position zu retten, bittet er euch um eine diskrete Nachforschung. Er muss herausfinden, wer die Delinquenten sind und wie genau ihre Strafen vollstreckt werden sollen.
Die benötigten Informationen bekommt ihr vom Vogt von Rattay, der meist im Rathaus oder auf dem Platz davor anzutreffen ist. Nach kurzer Nachfrage nennt er die Namen der drei Verurteilten: Peter von Douba, „Frost“ Heralt und Georg Weiss. Zudem gibt er bereitwillig preis, welche Verbrechen ihnen zur Last gelegt werden.
Jeder von ihnen ist ein verurteilter Mörder, jedoch mit unterschiedlicher Vergangenheit und Vorgehensweise. Peter von Douba, einst ein wohlhabender Adeliger, begann nach seinem finanziellen Ruin Händler zu überfallen. „Frost“ Heralt trieb seine Grausamkeit auf die Spitze, indem er seine Opfer verstümmelte und sogar einen abgetrennten Kinderarm mit sich führte. Georg Weiss wiederum, dessen Herkunft unbekannt bleibt, plünderte und zerstörte ganze Dörfer, um keinerlei Zeugen seiner Diebstähle zu hinterlassen.
Um herauszufinden, wie die Hinrichtungen ablaufen sollen, führt euch der nächste Schritt ins obere Stockwerk des Rathauses. Dort könnt ihr den Schreiber um Einsicht in die Schwarzen Chroniken bitten. Er gewährt euch den Blick in die Unterlagen, wenn ihr entweder den Vogt als Referenz nennt oder 70 Groschen als Bestechungsgeld hinblättert.
In den Chroniken finden sich zahlreiche Beispiele früherer Bestrafungen. Nun gilt es, Verbindungen zwischen diesen und den aktuellen Verurteilten herzustellen:
<li>Jan, der Müller: raubte eine Mühle aus, tötete alle Zeugen – wurde gehängt.</li><li>Príbíek Schíbal: schützte einen Dieb – erhielt 30 Stockschläge.</li><li>Teletz: stahl Tiere und legte Feuer – wurde ertränkt.</li><li>Kubin, Freiherr von Milotitz: beging mehrere Morde und Diebstähle – wurde geköpft.</li><li>Martin aus Bytesch: ermordete schwangere Frauen und verspeiste ihre ungeborenen Kinder – wurde brutal gefoltert und gerädert.</li><li>Anna: tötete ihr eigenes Kind und stiftete zum Mord an – wurde lebendig begraben.</li><li>Tonda: stahl Bildstöcke und Pferde – verlor ein Ohr.</li>Mit diesen Informationen kehrt ihr zu Henker Hermann zurück. Nun gilt es, abzuleiten, welche Strafen die drei Verurteilten erwarten:
<li>Peter von Douba und Kubin haben eine adlige Herkunft gemeinsam – also wird Peter von Douba wohl geköpft.</li><li>Georg Weiss und Jan, der Müller, ließen keine Zeugen zurück – also droht Georg Weiss der Strick.</li><li>„Frost“ Heralt und Martin aus Bytesch teilten eine grausame Ader gegenüber Kindern – folglich steht „Frost“ Heralt eine brutale Folter bevor.</li>Trotz der gewonnenen Erkenntnisse bleibt das eigentliche Problem bestehen: Wie kann Henker Hermann seinen Platz als Henker zurückerobern? Während des Gesprächs entwickelt ihr gemeinsam einen kühnen Plan zur Sabotage der Hinrichtungen. Dazu müssen drei entscheidende Manipulationen vorgenommen werden:
<li>Das Henkerschwert wird stumpf gemacht.</li><li>Die Folterzange mit Gift präpariert.</li><li>Das Henkeseil durch ein unbrauchbares Seil ersetzt.</li>Nun stellt sich die Frage: Wer könnte diese Aufgabe wohl übernehmen? Die Antwort liegt auf der Hand...
Weiter geht es mit "Wenn alle Stricke reißen, Teil 2" in "Kingdom Come: Deliverance".
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