Euer nächster Auftrag ist simpel erklärt, jedoch anspruchsvoll in der Umsetzung: Ihr begebt euch zum Lager der Banditen, um es akribisch auszukundschaften – alles, damit Herr Radzig einen schlüssigen Überfallplan entwerfen kann. Zudem besteht die Möglichkeit, die Bogenschützenpfeile zu zerstören sowie das Essen in den schwarzen Kesseln mit Gift zu verunreinigen. Zwar ist Sabotage nicht zwingend nötig, doch raten wir dringend dazu, zumindest die Pfeile auszuschalten. Andernfalls erwartet euch in der anschließenden Quest „Feuertaufe“ ein äußerst harter Kampf.

Lagererkundung und Ausgangspunkte

Heinrich merkt sich sämtliche Zugänge und den markanten zentralen Platz des Lagers. Der optimale Ansetzpunkt für den Überfall ist eindeutig die Brücke im Südosten – schaut diesen Ort unbedingt an, um wertvolle Informationen zu sammeln.

Sabotagearbeiten vor Ort

Das Lager gliedert sich in zwei Bereiche: Im linken Sektor halten sich überwiegend Banditen auf, während rechts die Kumanen anzutreffen sind. In beiden Zonen findet ihr je zwei Fässer mit rot schimmernden Pfeilen sowie zwei schwarze Essenskessel. Um die Pfeile zu vernichten, genügt es, an ein Fass heranzutreten und kurz die Aktionstaste zu betätigen – das könnt ihr bequem im Vorbeigehen erledigen. Für die Vergiftung der Essenskessel ist ein schädliches Getränk erforderlich, das ihr beim Kräuterweib westlich von Uschitze (siehe Nebenquest „Tanz mit dem Teufel“) in ausreichender Menge erwerben könnt. Alternativ können die Alchemisten unter euch ihre eigenen Gifte brauen – entscheidend ist nur, dass laut Objektbeschreibung ausschließlich negative Effekte hervorgerufen werden. Beachtet, dass pro Kessel ein separates Gift benötigt wird. Möchtet ihr den gesamten Essensvorrat kontaminieren, solltet ihr mindestens vier schädliche Getränke bei euch haben.

Planung der Vorgehensweise

Euer weiteres Vorgehen richtet sich nach dem Ausgang der Quest „Mein Freund Timmy“:

<li data-start="2093" data-end="2480"><strong data-start="2095" data-end="2134">Helft ihr Morcock und opfert Timmy?</strong><br data-start="2134" data-end="2137">In diesem Fall wurde euch der Lagerstandort direkt von Morcock verraten und ist bereits auf der Übersichtskarte markiert. Im Lager erfolgt kein sofortiger Angriff – vielmehr wird die erste Wache, die euch begegnet, auf euch zukommen. Nennt den Namen Morcock und folgt der Wache, bis sie sich entfernt, sodass ihr ungehindert agieren könnt.</li><li data-start="2481" data-end="3034"><strong data-start="2483" data-end="2536">Unterstützt ihr Timmy und habt Morcock getäuscht?</strong><br data-start="2536" data-end="2539">Hier müsst ihr anhand von Timmys Wegbeschreibung das Lager finden, auch wenn diese auf den ersten Blick verwirrend erscheint. Reitet entlang der Straße nördlich von Talmberg, die in einen Wald mündet. Nach kurzer Zeit erscheint ein kleines Lager zu eurer Linken. An jeder Abzweigung nehmt ihr konsequent den linken Pfad. Kurz darauf überquert ihr eine Kreuzung – nur wenige Meter trennen euch dann vom Nordosteingang des Banditenlagers.<br data-start="2977" data-end="2980"></li>
Gefahr und Wachschutz

Anschließend folgt der heikle Part: Das Lager wird streng bewacht. Sobald ein Bandit oder Kuman euch entdeckt, erfolgt umgehend ein Angriff und Alarmierung. In einem solchen Moment bleibt euch lediglich die Wahl zwischen Flucht und einem tragischen Ausgang – dazu später mehr.

Tarnung und Verkleidung

Bis zum Abschluss der Erkundung ist es essenziell, unentdeckt zu bleiben. Eine komplette Rüstung der Kumanen bietet idealen Sichtschutz, sodass ihr euer Gesicht verbergen und das Lager unauffällig inspizieren könnt – zumindest für die kritischen Minuten der Annäherung.

Rüstung im Lager finden

Eine effektive Methode, um an eine passende Rüstung zu gelangen, ist das Ausschalten eines Kumanen. Doch anstatt euch in einen riskanten Kampf zu stürzen, gibt es eine viel sicherere Alternative. Ganz im Nordwesten des Lagers befindet sich eine Holzscheune. Darin findet ihr eine Truhe mit einer geeigneten Rüstung. Um sie zu öffnen, wird ein Dietrich benötigt, doch das Schloss stellt keine große Herausforderung dar und lässt sich mit etwas Geschick problemlos knacken.

Ungesehen zur Scheune gelangen

Doch wie erreicht ihr die Scheune, ohne dabei entdeckt zu werden? Der Südeingang ist eine schlechte Wahl, da ihr euch dadurch mitten ins Lager und somit in große Gefahr begeben würdet. Stattdessen bietet sich das große Loch an der Nordseite an, das nicht bewacht wird und euch einen sicheren Zugang verschafft.

Begebt euch zunächst zum Nordosteingang des Lagers, bis ihr vor einer improvisierten Brücke aus dünnen Baumstämmen steht. Diese solltet ihr nicht betreten, da ihr sonst die Aufmerksamkeit der Wachen auf euch zieht. Besser ist es, in den angrenzenden Bach zu springen, das andere Ufer zu erklimmen und euch dann durch das Gebüsch in Richtung Westen zu schleichen. Haltet euch dabei möglichst gerade, um ohne Umwege zur Nordseite der Scheune zu gelangen.

Verkleidung und Bewegung im Lager

Sobald ihr die Rüstung habt, zieht sie direkt an und verstaut eure normale Kleidung in der Satteltasche eures Pferdes. Andernfalls seid ihr zu schwer beladen, was eure Beweglichkeit einschränkt und eine schnelle Flucht erschwert.

Mit der Verkleidung könnt ihr euch nun einigermaßen frei im Lager bewegen. Allerdings ist Vorsicht geboten: Früher oder später wird euch ein Kumane in seiner Sprache ansprechen. Falls euer Redekunst-Wert bei mindestens 5 liegt, könnt ihr ihn kurzfristig überzeugen, dass ihr dazugehört. Doch schon wenige Minuten später folgt die nächste Begegnung, und diesmal lässt sich der Trick nicht wiederholen. Daher bleibt keine Zeit zum Bummeln – handelt schnell!

Schlangennest: Sabotage des Lagers

Egal, ob ihr mit Mordocks Hilfe oder durch die Kumane-Rüstung unbemerkt ins Lager gelangt seid – nun geht es darum, die feindlichen Vorräte zu sabotieren. Dabei ist höchste Vorsicht geboten: Wird eure Tat bemerkt, rufen die Gegner sofort Verstärkung herbei und attackieren euch von allen Seiten. Sichert daher vorher euren Spielstand mit einem Retterschnaps, um im Notfall nicht alles zu verlieren.

Startet am besten im östlichen Bereich des Lagers, wo sich die Kumanen aufhalten. Es gibt immer wieder kurze Momente, in denen keine Wache die Kessel oder Pfeilfässer im Blick hat. Achtet darauf, dass niemand in direkter Nähe steht, selbst wenn er gerade in eine andere Richtung schaut. Nutzt diese Gelegenheiten, um unbemerkt die Pfeile im Fass zu verbrennen oder ein Gift in die Essenskessel zu mischen. Seid schnell und leise, um eure Mission erfolgreich abzuschließen!

Auf zum westlichen Lager der Banditen

Nachdem ihr die beiden Pfeilfässer zerstört habt, verlasst den östlichen Bereich des Lagers und bewegt euch den Hang hinauf Richtung Norden. Dort gelangt ihr in den westlichen Abschnitt, wo sich die Banditen aufhalten.

Schwierige Bedingungen beim Sabotieren

Hier wird es deutlich komplizierter, unentdeckt zu bleiben. Ein Retterschnaps vorab kann nicht schaden, denn nicht nur sind hier zahlreiche Gegner unterwegs, sondern auch Wachen postiert, die ihre Blicke konsequent auf Pfeilfässer und Kessel gerichtet haben. Verschiedene Tageszeiten wurden getestet, doch eine ungestörte Gelegenheit für das Sabotieren konnte nicht gefunden werden.

Die beste Strategie: Auffliegen und fliehen

Eine etwas drastischere Methode hat sich jedoch als erfolgreich erwiesen: Lasst euch absichtlich erwischen und nehmt Reißaus! Das Pferd wird in diesem Fall nicht hilfreich sein, da die Vielzahl an Gegnern euch ständig vom Sattel holt. Einfach drauflos rennen ist ebenso wenig eine gute Idee, da die Verfolger zu Fuß mit Heinrich mithalten können.

Der perfekte Fluchtweg: Der Bach im Süden

Nach zahlreichen Versuchen stellte sich ein bestimmter Weg als der sicherste heraus: der Bach, der nach Süden verläuft. Werft einen Blick auf die Übersichtskarte und sucht den Wasserlauf södlich des Lagers. Um ihn zu erreichen, überquert ihr die breite Brücke im Südosten. Macht euch mit der Strecke vertraut, bevor ihr zurückkehrt und euch an die Sabotage wagt.

Schnelles Handeln ist gefragt

Sobald ihr wieder im Lager seid, gibt es keine Zeit zu verlieren: Lauft geradewegs zum ersten schwarzen Kessel und vergiftet ihn. Dreht euch sofort nach links und zerstört das Fass mit Pfeilen vor einem kleinen Zelt. Dann erneut nach links drehen und den zweiten Kessel vergiften.

Die Verfolger abschütteln

Mittlerweile sollten euch mehrere Banditen dicht auf den Fersen sein. Bleibt nicht stehen! Vom zweiten Kessel aus geht es wieder nach links, den Hang hinauf, wo ihr zuvor ins Lager gekommen seid. Dort zerstört ihr noch die Pfeile am rechten Rand. Achtet darauf, nicht mit den heranstürmenden Gegnern zusammenzustoßen.

Haltet die Sprinttaste gedrückt und rennt den Hang hinunter. Nehmt dann die Flucht über die breite Brücke und springt in den Bach. Lauft flussabwärts, ohne zu stolpern oder hängenzubleiben, und ihr solltet eure Verfolger bald abhängen können.

Zurück zu Radzig und Bericht erstatten

Der Rest der Quest ist unkompliziert: Kehrt zu Radzig zurück und berichtet ihm. Erzählt, dass ihr Gegner gesichtet habt und sowohl die Pfeile als auch das Essen sabotiert wurden. Obwohl Radzig sich um die Lage sorgt, belohnt er eure Mühe mit einem ordentlichen Batzen Groschen.

Vorbereitung auf den Kampf

Euer nächster Weg führt nach Talmberg, wo ihr in eurem Bett speichern könnt. Danach sprecht ihr mit Herrn Diwisch und bittet um Unterstützung gegen die Banditen. Achtung: Diwisch wird euch sofort fragen, ob ihr bereit seid, in die Schlacht zu ziehen. Stimmt nur zu, wenn ihr einen Bogen und mindestens fünf bis zehn Pfeile besitzt, da sie in der nächsten Quest dringend benötigt werden.

Weiter geht es mit der Quest "Feuertaufe" in "Kingdom Come: Deliverance".