Mit „The Running Man“ hat Regisseur Edgar Wright einer bekannten Geschichte eine neue Richtung gegeben. Der Stoff basiert auf dem Roman „Menschenjagd“ von Stephen King und wurde bereits in den 80er Jahren mit Arnold Schwarzenegger verfilmt. Die damalige Version setzte stark auf überzeichnete Action, schrille TV-Show-Elemente und die typische Ästhetik ihrer Zeit.

Die Neuinterpretation aus dem Jahr 2025 geht einen anderen Weg. Nach dem Kinostart ist der Film nun auch fürs Heimkino erhältlich und erscheint auf Blu-ray und DVD. Im Mittelpunkt der Story steht Ben Richards, der sich in einer dystopischen Zukunft wiederfindet, in der Unterhaltung und Brutalität untrennbar miteinander verbunden sind. Eine populäre TV-Show macht dabei Menschen zur Beute. Teilnehmer müssen vor professionellen Jägern fliehen, während ein Millionenpublikum das Geschehen live verfolgt.

Kühle und düstere Zukunft

Jede Bewegung wird überwacht, jede Entscheidung kann über Leben und Tod entscheiden. Die Inszenierung von Edgar Wright legt hier den Fokus klar auf Spannung und Tempo. Anstatt die Geschichte in grelle Showelemente zu verpacken, zeichnet der Film eine kühlere und düstere Zukunft. Drohnen überwachen das Gelände, Kameras verfolgen jeden Schritt der Teilnehmer und die Show wirkt wie ein perfekt organisiertes System, das menschliche Schicksale als Unterhaltung vermarktet.

Dadurch entsteht eine Atmosphäre, die sich erfreulich deutlich vom Ton der früheren Verfilmung unterscheidet. Glen Powell übernimmt die Rolle von Ben Richards. Nach großen Produktionen wie „Top Gun: Maverick“ oder „Twisters“ zeigt er hier eine Figur, die weniger als klassischer Actionheld funktioniert. Richards ist kein unerschütterlicher Kämpfer, sondern jemand, der unter enormem Druck steht. Das Remake nutzt genau diesen Konflikt, um Spannung aufzubauen.

Action mit klarer Handschrift

Ein echter Pluspunkt des Films ist seine Action-Inszenierung. Verfolgungsjagden, Kämpfe und Fluchtsequenzen sind übersichtlich gefilmt und setzen stärker auf physische Dynamik als auf digitale Überladung. Dadurch behalten die Szenen ihre Orientierung und wirken direkter. Statt permanentem Dauerfeuer arbeitet der Film mit gezielten Höhepunkten, die das Tempo immer wieder anziehen.

Auch das Pacing spielt dabei eine wichtige Rolle. Die Handlung bewegt sich konstant vorwärts, längere Leerlaufphasen gibt es kaum. Wright strukturiert die Geschichte wie eine Abfolge von Prüfungen, die Richards bestehen muss. Jede neue Situation erhöht den Druck und erweitert gleichzeitig die Welt der Show.

Ein bekannter Stoff in neuer Form

Die Vorlage von Stephen King ist in der Neuverfilmung deutlich stärker spürbar als in früheren Adaptionen. Das Grundkonzept einer Gesellschaft, die Gewalt zur Unterhaltung macht, bleibt zentraler Bestandteil der Handlung. Gleichzeitig konzentriert sich der Film darauf, diese Idee in ein modernes Setting zu übertragen. Zum Cast gehören neben Glen Powell auch Josh Brolin, William H. Macy und Colman Domingo.

„The Running Man“ präsentiert sich letztlich als geradliniger Action-Thriller im Science-Fiction-Mantel. Die Neuverfilmung modernisiert dabei die bekannte Geschichte und setzt stärker auf Tempo, klare Konflikte und handgemachte Action. Genre-Fans, aber auch all jene des Originals, werden hier jedenfalls bestens unterhalten.

„Running Man“ (LEONINE) VÖ: 06. Mrz 26