Lizenzprodukte zu Filmen und Serien beschränken sich oft auf T-Shirts, Figuren oder Tassen. Mit den beiden Gewürzmischungen „Pickle Rick Flavor“ und „Wubba Lubba Dub Dub Rub“ gehen Ankerkraut und Warner Bros. Discovery Global Consumer Products einen etwas ungewöhnlicheren Weg und bringen das Universum von „Rick and Morty“ direkt in die Küche.
Die beiden erhältlichen Mischungen orientieren sich an zwei der ikonischsten Motive aus der Animationsserie. Während „Pickle Rick Flavor“ von der legendären Episode rund um Ricks Verwandlung in eine Gurke inspiriert wurde, greift das „Wubba Lubba Dub Dub Rub“ die wohl bekannteste Catchphrase der Serie auf und macht daraus eine rauchige Gewürzmischung für Geflügel und weitere Grillgerichte. Beide Produkte sind offiziell lizenziert und im Online-Shop von Ankerkraut sowohl einzeln als auch als Geschenkbox erhältlich.

Zwei Gewürze mit unterschiedlichem Charakter
Ein Gewürz, mit dem sich eine Szechuan-Soße zubereiten ließe, hätte die Reihe inhaltlich zwar sinnvoll ergänzt, doch auch so decken die beiden Mischungen bereits eine Vielzahl möglicher Rezepte ab.
Das „Pickle Rick Flavor“ setzt auf eine Kombination aus Dill, Meersalz, Zitronenschale, Zwiebel, schwarzem Pfeffer und Knoblauch. Damit eignet sich die Mischung nicht nur für Gurkensalat und eingelegte Gurken, sondern ebenso für Kartoffeln, Quark, Fisch oder Eier – also überall dort, wo auch sonst Dill zum Einsatz kommt.

Deutlich kräftiger fällt dagegen das „Wubba Lubba Dub Dub Rub“ aus. Neben Meersalz gehören unter anderem edelsüße und geräucherte Paprika, Rohrohrzucker, schwarzer Pfeffer, Zwiebel, Knoblauch, Senfmehl, Sellerie, Zitronenschale, Lorbeer, Muskatnuss und Cayennepfeffer zur Rezeptur. Gedacht ist die Mischung in erster Linie für Hähnchen, schmeckt aber ebenso hervorragend auf Spareribs, Pulled Pork, Burgern oder sogar Maiskolben.
Wer nicht frei experimentieren möchte, findet auf der Website von Ankerkraut zu beiden Mischungen eine ganze Reihe passender Rezepte. Diese werden mit viel Liebe zum Detail im Stil der Serie präsentiert und sorgen schon beim Nachkochen vor allem bei Serienkennern für die passende Stimmung und den einen oder anderen Schmunzler: „Gut umrühren, bis sich alles aufgelöst hat – wie Ricks Probleme nach drei Flaschen Schnaps.“

Besonders praktisch ist der optionale Kochmodus für Smartphones, der verhindert, dass sich das Display deaktiviert, und die einzelnen Arbeitsschritte nacheinander gut sichtbar einblendet. Hier zeigt sich, dass die Macher nicht nur das Franchise bestens kennen, sondern sich auch viele Gedanken über die Benutzerfreundlichkeit gemacht haben.
Ein ausdrückliches Lob hierfür – die Rezepte und die hilfreichen Tipps zu studieren, ist ein Spaß für sich!
Erste Eindrücke aus der Küche
Nun lässt sich ein Gewürz nur schwer anhand von Zahlen und Fakten beurteilen, ist Geschmack doch stets subjektiv. Was wir aber schon vor dem ersten Bissen festhalten können, ist die hochwertige Aufmachung. Die Gewürzmischungen stecken in Korkgläsern, die durch ihr dickwandiges, leicht mattes Glas auf den ersten Blick fast wie kleine Keramiktöpfe wirken und im Gewürzregal einen entsprechend hochwertigen Eindruck hinterlassen. Der Korkverschluss verleiht ihnen zusätzlich einen angenehm nostalgischen Charme.

Fast schon intuitiv wandern die entkorkten Gläser zunächst an die Nase und kündigen ihren Inhalt dort mit einem intensiven, sehr angenehmen Duft an. Das „Pickle Rick Flavor“ verströmt eine süßlich-herbe Note, während das „Wubba Lubba Dub Dub Rub“ würzig und angenehm mild duftet. Beides gefiel uns außerordentlich gut und vermittelte schon einen ersten olfaktorischen Eindruck davon, dass die Hamburger Gewürzexperten ihr Handwerk verstehen.
Für unseren Feldversuch in der Küche haben wir uns zunächst für die „Interdimensionalen eingelegten Gurken“ entschieden. Die in Scheiben geschnittenen Snackgurken wurden mit der Gewürzmischung sowie Knoblauch, Zwiebeln und Dill angesetzt und anschließend mit einem heißen Essig-Sud übergossen. Nach einer Ruhezeit von mindestens 24 Stunden wären die Pickles bereit zum Probieren gewesen, doch wie Rick selbst so treffend formuliert:
„Nach 48 Stunden schmecken sie noch besser. Nach 72 Stunden hast du praktisch einen PhD in Pickle-Wissenschaft!“

Also haben wir den Gurken die vollen 72 Stunden gegönnt – und wurden mit einem Ergebnis belohnt, das meilenweit von den üblichen Supermarkt-Pickles entfernt war. Besonders spannend war dabei die Reaktion unserer Testesser: Mit jedem Crunch wich die anfängliche Skepsis zunehmend der Begeisterung, bis schließlich Kommentare wie „Wow!“ oder „Alter, ist das lecker!“ fielen.
Als zweites Rezept standen die „Get Schwifty Airfryer Chicken“-Hähnchenschenkel auf dem Programm. Dafür wurden die Schenkel mit einer Marinade aus „Wubba Lubba Dub Dub Rub“, Olivenöl, Tomatenmark und Honig bestrichen und anschließend bei 190 Grad in der Heißluftfritteuse knusprig gegart. Frische Chili, Koriander und ein Spritzer Limettensaft bildeten den Abschluss.

Und was sollen wir sagen? Bereits nach wenigen Minuten verbreitete die Marinade einen angenehm würzigen Duft in der Küche. Die Haut wurde im Airfryer herrlich knusprig, während das Fleisch saftig und zart blieb. Die Gewürzmischung verlieh den Hähnchenschenkeln eine kräftige, ausgewogene Würze mit einer dezenten Rauchnote, die hervorragend mit dem Geflügel harmonierte.
Nach unseren ersten Praxiseindrücken machen beide Gewürzmischungen jedenfalls Lust auf mehr. Ideen dafür liefert Ankerkraut auf der eigenen Website reichlich – wahlweise auch in Kombination beider Mischungen. Und wer bei Gerichten wie gebratenen Gurken mit würzigem Hähnchen und Avocado-Creme („Pickle Ricks gebratener Identitätswechsel“) oder einer cremigen Rigatoni-Pasta mit Hähnchen, frischer Gurke, Cornichons und einer mit „Pickle Rick Flavor“ abgeschmeckten Sauce („Portal Pickle Pasta“) nicht sofort Hunger bekommt, der ist ein Jerry!

Und auch sonst lohnt sich das Stöbern auf der Website von Ankerkraut. Schließlich hat die Hamburger Gewürzmanufaktur inzwischen eine ganze Reihe bekannter Film- und TV-Franchises in ihre typischen Korkgläser gefüllt – von „Der Herr der Ringe“ über „Star Wars“ bis hin zu Bud Spencer und Terence Hill oder sogar – man glaubt es kaum – dem guten alten „Yps“-Heft. Geschenkideen? Check!
Die Rick-and-Morty-Gewürzmischungen „Wubba Lubba Dub Dub Rub“ (95 g) und „Pickle Rick Flavor“ (60 g) sind im Online-Shop von Ankerkraut jeweils für 6,49 Euro erhältlich. Alternativ gibt es beide auch gemeinsam in der „Rick and Morty Gewürz-Box“ für 13,95 Euro.
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