Es gibt diese Momente, die sofort ein ganz bestimmtes Gefühl auslösen. Ein kurzer Satz, ein bekanntes Gesicht – und schon ist klar, was gleich passiert. Bei „Jackass“ war genau das immer Teil des Konzepts. Kaum war der Einstieg gesprochen, ging es los mit Stunts, die irgendwo zwischen völlig bescheuert und erstaunlich konsequent lagen. Jahre später steht genau dieses Prinzip noch einmal im Mittelpunkt, diesmal mit einem klaren Ziel: ein Abschied, der sich nicht zurückhält.
Der neue Trailer zu „Jackass 5: Einer geht noch“ macht früh deutlich, dass die Truppe um Johnny Knoxville auch beim letzten Auftritt nicht plötzlich vorsichtig wird. Im Gegenteil: Die bekannten Zutaten sind wieder da. Schmerzen, peinliche Situationen und Aktionen, bei denen der Ausgang schon vor dem Start zweifelhaft wirkt. Gleichzeitig zeigt sich aber auch, dass die Zeit nicht spurlos an der Gruppe vorbeigegangen ist. Die Stunts wirken stellenweise weniger extrem als früher, dafür rücken Ekel, Timing und der Humor stärker in den Vordergrund.
Der Kinostart ist für den 25. Juni 2026 angesetzt, womit die Reihe ihren endgültigen Abschluss findet. Nach der ursprünglichen MTV-Show, die Anfang der 2000er schnell Kultstatus erreichte, verlagerte sich das Konzept längst ins Kino. Spätestens seit „Jackass Forever“ hat sich dabei eine Entwicklung abgezeichnet: weniger reiner Selbstzerstörungstrieb, mehr Inszenierung rund um die Figuren. Mit über 50 Jahren stehen Knoxville, Steve-O und Chris Pontius heute an einem anderen Punkt als zu Beginn – was sich auch im Ton widerspiegelt.
Blick in die Vergangenheit
Auffällig ist, wie stark der neue Film auf Rückblicke setzt. Im Trailer tauchen immer wieder Szenen aus früheren Projekten auf, die den Weg der Gruppe nachzeichnen. Dadurch entsteht eine Mischung aus neuen Aktionen und bekannten Momenten, die bewusst miteinander verknüpft werden. Auch Bam Margera ist in diesem Zusammenhang zu sehen – allerdings ausschließlich über Archivmaterial aus älteren Produktionen.
Inhaltlich bleibt „Jackass“ seinem Stil treu, nur der Rahmen verändert sich. Die einzelnen Aktionen stehen weiterhin für sich, eingebettet in eine lose Struktur, die mehr über die Gruppe erzählt als über eine klassische Handlung. Der Abschied bekommt dadurch eine eigene Note: weniger wie ein finales Kapitel, eher wie ein letzter gemeinsamer Durchlauf durch alles, was diese Reihe ausgemacht hat.
Am Ende geht es weniger darum, ob einzelne Stunts noch einen draufsetzen können. Vielmehr entsteht der Eindruck, dass „Jackass 5: Einer geht noch“ den Blick bewusst zurück richtet und gleichzeitig klar macht, dass es dabei bleibt. Ein letztes Mal Chaos, ein letztes Mal Schmerz – und danach dürfte endgültig Schluss sein.
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