„Star Trek: Strange New Worlds“ meldet sich mit Staffel 4 zurück – und schlägt dabei eine Brücke zwischen klassischem Entdeckergeist und völlig abgedrehten Ideen. Neue Bilder zeigen die Crew der Enterprise nicht nur in gewohnten Weiten des Alls, sondern plötzlich auch in Szenarien, die eher nach Abenteuerfilm als nach typischem Sternenflotten-Einsatz aussehen. Besonders auffällig: eine Sequenz mit Urzeitwesen, inklusive eines T-Rex, die dem Ganzen einen unerwarteten Twist verpasst.

Die kommenden Folgen setzen erneut auf die Mischung, die die Serie seit ihrem Start auszeichnet. Mal geht es um klassische Missionen im All, dann wieder um Situationen, die komplett aus dem Rahmen fallen. Zwischen diplomatischen Treffen, riskanten Manövern in der Nähe eines Schwarzen Lochs und ungewöhnlichen Außeneinsätzen wird deutlich, dass sich die Autoren nicht auf ein festes Muster festlegen wollen. Stattdessen wirkt vieles bewusst abwechslungsreich – fast so, als wolle man jede Woche ein neues Genre ausprobieren.

Fest steht inzwischen auch, wann es weitergeht: Die zehn Episoden der neuen Staffel werden im Sommer veröffentlicht und anschließend im Wochentakt ausgestrahlt. Damit bleibt das Format seiner bisherigen Linie treu und setzt weiterhin auf regelmäßige Nachschub statt Binge-Veröffentlichung. Für Fans bedeutet das vor allem eines: Diskussionen, Theorien und Spekulationen werden sich wieder über mehrere Wochen hinweg ziehen.

Während die vierte Staffel noch voller neuer Ideen steckt, ist das Ende der Serie bereits beschlossen. Nach einer weiteren, deutlich kürzeren Staffel soll Schluss sein. Die Geschichte rund um Captain Pike steuert damit gezielt auf den Punkt zu, der schon lange feststeht. Bereits in der Originalserie „Raumschiff Enterprise“ wurde angedeutet, welches Schicksal ihm bevorsteht. „Strange New Worlds“ nutzt diesen bekannten Ausgang nun als Rahmen, um die letzten Jahre davor auszuerzählen.

Hinter den Kulissen ist die Zukunft des gesamten „Star Trek“-Universums ohnehin in Bewegung. Mit dem bevorstehenden Wechsel an der Spitze des Franchise steht im Raum, ob der bisherige Kurs beibehalten wird oder ein neuer Ansatz folgt. Gleichzeitig liegen bereits fertige Produktionen in der Schublade, die noch veröffentlicht werden sollen. Dazu gehört unter anderem die letzte Staffel von „Star Trek: Starfleet Academy“, die schon abgedreht ist.

Auch bei der Besetzung bleibt vieles vertraut. Anson Mount kehrt als Captain Pike zurück und führt erneut eine Crew an, die inzwischen fest im Franchise verankert ist. Mit dabei sind unter anderem Rebecca Romijn, Ethan Peck und Celia Rose Gooding. Ergänzt wird das Ensemble durch bekannte Nebenfiguren, darunter auch Paul Wesley als jüngerer Captain Kirk.

Unterm Strich wirkt Staffel 4 wie ein bewusstes Ausreizen der Möglichkeiten, bevor sich die Serie langsam ihrem Ende nähert. Statt auf Sicherheit zu setzen, geht „Star Trek: Strange New Worlds“ noch einmal in die Vollen – mit ungewöhnlichen Ideen, vertrauten Figuren und dem klaren Ziel, die Geschichte von Pike sauber zu Ende zu bringen.