Seit Wes Craven 1984 mit „Nightmare – Mörderische Träume“ den Albtraum auf Zelluloid bannte, hat Freddy Krueger seinen Platz in der Hall of Fame der Horror-Legenden sicher. Der verbrannte Killer mit dem rot-grünen Pullover, dem schiefen Grinsen und den messerscharfen Klingenfingern ist längst mehr als nur eine Filmfigur.

Nein, er ist mittlerweile ein Symbol für die goldene Ära des Horrors. Und sein Darsteller Robert Englund? Für viele bis heute der einzig wahre Freddy. Doch auch Kultfiguren brauchen irgendwann frisches Blut und jetzt sorgt ein ganz besonderer Name für Gesprächsstoff: Jim Carrey! Dass gerade Carrey, der Meister der Grimassen und des absurden Humors, plötzlich im Gespräch als Nachfolger für den Traumdämon steht, hätte wohl niemand erwartet.

<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">Although Robert Englund has hung up his fedora and razor claws, the 'Nightmare on Elm Street' franchise could live on with another Freddy Krueger.<br><br>Chuck Russell, co-writer/director of 'A Nightmare on Elm Street 3: Dream Warriors' (1987), said that although Englund “is the only… <a href="https://t.co/XUnRYxnDD9">pic.twitter.com/XUnRYxnDD9</a></p>— Deadline (@DEADLINE) <a href="https://twitter.com/DEADLINE/status/1981310535116173424?ref_src=twsrc%5Etfw">October 23, 2025</a></blockquote> <script async="" src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>

Aber der Mann, der in „Die Maske“ (1994) den Wahnsinn fast tänzerisch beherrschte, hat offenbar Eindruck hinterlassen. Regisseur Chuck Russell, der damals sowohl bei „Nightmare on Elm Street 3“ als auch bei „Die Maske“ Regie führte, hat sich nun in einem Interview klar positioniert. Er erklärte, Carrey habe „das Talent und die Wandelbarkeit, um Freddy völlig neu zu erfinden“.

Russell erinnert sich an die Dreharbeiten zu „Die Maske“, bei denen Carrey eine Energie auf die Leinwand brachte, die irgendwo zwischen Komödie und Wahnsinn pendelte. „Jim könnte alles spielen, wenn er sich darauf einlässt“, sagt Russell. „Er versteht, wie man Horror mit Humor mischt – genau das, was Freddy wieder einzigartig machen könnte.“ Das klingt zunächst nach einer kühnen Idee, doch beim genaueren Hinsehen ergibt sich ein spannendes Bild.

Vom Gummimensch des Comedy-Kinos zum Albtraum-Killer

Freddy Krueger war nie einfach nur ein Mörder. Seine Stärke lag im grotesken Spiel zwischen Spott und Schrecken. Englund verlieh dem Charakter eine theatralische Note, die weit über gewöhnliche Slasher hinausging. Der schwarze Humor, die überzogenen Gesten, das sadistische Vergnügen – all das machte Freddy zu einem Unikum. Carrey, der mit ähnlicher körperlicher Expressivität arbeitet, könnte genau dort anknüpfen.

Der Gedanke, dass der einstige Gummimensch des Comedy-Kinos nun die Rolle eines alptraumhaften Killers übernimmt, hat zweifellos einen gewissen Reiz. Trotz dieser Vision ist die Zukunft der „Nightmare on Elm Street“-Reihe derzeit alles andere als klar. Seit dem Remake von 2010, das bei Kritikern und Fans gleichermaßen durchfiel, liegt das Franchise im Dornröschenschlaf.

Blick zurück auf die Ursprünge

Die Rechte an der Marke sind zwischen den Erben von Wes Craven und dem Studio New Line Cinema verstrickt, wodurch bislang kein offizielles Projekt zustande kommen konnte. In der Zwischenzeit bleibt der Blick zurück auf die Ursprünge des Mythos. Als „Nightmare – Mörderische Träume“ in die Kinos kam, war der Slasher-Boom der 80er eigentlich schon im vollen Gange. Doch Craven brachte eine neue Dimension ins Genre: Angst, die nicht an der Schlafzimmertür endete.

Freddy war das Monster, das man nicht weglaufen konnte, weil es direkt ins Unterbewusstsein kroch. Die Opfer, meist Teenager, verloren im Schlaf nicht nur ihr Leben, sondern ihre Kontrolle über die Realität selbst. In den Filmen wütete Freddy mit beispielloser Kreativität – 65 Tote insgesamt, darunter ikonische Figuren wie Glen Lantz, gespielt von einem jungen Johnny Depp.

Dazu Patricia Arquette, Heather Langenkamp als Nancy Thompson und John Saxon als Nancys Vater. Alle prägten eine Reihe, die Horror und Fantasie zu einem verstörend unterhaltsamen Albtraum verknüpfte.

Quelle: moviejones.de