Fast vier Jahrzehnte nach dem schrillen Weihnachtschaos in „Kevin – Allein zu Haus“ bringt eine neue Kampagne den kultigen Blondschopf zurück. Nur diesmal ohne Farbeimer-Alarmanlagen oder glitschige Treppen voller Spielzeugautos. Macaulay Culkin schlüpft erneut in die Rolle von Kevin McCallister und zeigt in einem lustigen Werbespot, wie ein klassischer Leinwand-Rowdy erwachsen werden kann, ohne den nostalgischen Witz zu verlieren.

In einer Werbeaktion von Home Instead, passend zum 35-jährigen Jubiläum des Films, wird ein Kevin präsentiert, der längst keine aufdringlichen Gauner mehr verjagt, sondern seine Kräfte zum Schutz seiner Mutter einsetzt. Das Projekt trägt den Titel „Home But Not Alone“ und beginnt mit einer Szene, die Fans sofort abholt. Kevin werkelt wie ein völlig übermotivierter Heimwerker an einem Sicherheitskonzept.

Mamas Sicherheitsplan

Luftpolsterfolie über Möbeln, Salz auf vereisten Stufen, festgenagelte Teppichkanten – klar, Kevin hat nichts von seinem Drang zur perfekten Verteidigungsstrategie verloren. Doch das Ziel ist nun nicht, zwei planlose Kleinkriminelle fernzuhalten, sondern „Mamas Sicherheitsplan“ in die Tat umzusetzen. Und beim Gespräch mit der Familie klingt plötzlich ein ungewohnt ernstes Thema durch.

„Ich mache mir einfach Sorgen, dass Mama alleine ist, weißt du? Was ist, wenn sie stürzt oder eingeschneit wird? Den South Bay Shovel Slayer haben sie nie gefasst.” Dann folgt ein Moment, der Fans schmunzeln lässt. Ein unheimliches Schaufelgeräusch löst Flashbacks an alte Nachbarn und Gruselgeschichten aus, ehe klar wird, dass diesmal nicht der mysteriöse Marley, sondern seine Enkelin Schnee räumt.

Einstiger Chaos-Held

Sie fragt: „Hast du versucht, mit ihr darüber zu sprechen, dass sie sich ein wenig Hilfe holen sollte?“ Kevins Antwort kommt gewohnt ehrlich: „Ich habe Angst, das Thema anzusprechen.“ Und dann folgt ein Satz, der als moderne Lebensweisheit durchgeht: „Das Beängstigendste ist, dieses Gespräch zu beginnen, aber dann weißt du wenigstens Bescheid und kannst aufhören, dir darüber Sorgen zu machen“.

Weitere Clips zeigen Kevin beim Pizza-Bestellen für seine Mutter oder beim Abholen von Einkäufen – inklusive einem kleinen Gag, der an die ikonisch platzende Einkaufstüte aus dem Film erinnert. Der einstige Chaos-Held lernt loszulassen, statt rund um die Uhr mit Alarmanlagen und improvisierten Fallen auf Habacht zu stehen. Culkin selbst scheint seinen Frieden mit dem Erbe gefunden zu haben. Zumindest mit viel Humor im Gepäck.

Eine Art Fluch und Segen

Vergangenes Jahr tourte er mit „A Nostalgic Night With Macaulay Culkin“ durch mehrere Städte und erzählte dort, wie er beinahe das Original-Filmhaus gekauft hätte. „Ich war fast geneigt, es zu kaufen – nur so zum Spaß“, erklärte er und sprach von Plänen, daraus ein „Film-Spaßhaus“ zu machen. Doch dann kam die pragmatische Wendung: „Ich habe Kinder. Ich bin beschäftigt, Mann.“ Und zu seinem Verhältnis zum Kultfilm sagte er offen: „war eine Art Fluch und Segen“.

Quelle: ew.com