Tom Tykwers stilprägender Thriller „Lola Rennt“ macht sich bereit für ein spektakuläres Kino-Comeback! Dieses Mal in einer gestochen scharfen 4K-Restaurierung. Im Rahmen der Event-Reihe „Best of Cinema“ bekommt der deutsche Kultfilm aus dem Jahre 1998 am 3. Juni 2025 einen neuen Auftritt im Kino.
Mit acht Deutschen Filmpreisen dekoriert und international gefeiert, zählt „Lola Rennt“ längst zu den ikonischsten Werken des deutschen Kinos der 90er. Dies nicht zuletzt wegen seines temporeichen Erzählstils und der audiovisuellen Radikalität, die bis heute nichts von ihrer Wucht verloren hat. Die Hauptrollen besetzten damals zwei noch weitgehend unbekannte Gesichter mit Franka Potente und Moritz Bleibtreu.
Beide überzeugten in ihren Parts mit einer Intensität, die das Lebensgefühl der Berliner Nachwendezeit auf die Leinwand katapultierte. Im Zentrum der Story steht eine dramatische Ausnahmesituation. Lola hat exakt 20 Minuten Zeit, um 100.000 D-Mark zu organisieren, sonst ist ihr Freund Manni geliefert. Der hatte das Geld, das er für einen zwielichtigen Auftrag transportieren sollte, in der U-Bahn vergessen.
Die Uhr tickt erbarmungslos, und aus dieser simplen Ausgangslage entwickelt sich ein packendes filmisches Gedankenexperiment, das den Zufall, alternative Lebensverläufe und die Bedeutung kleiner Entscheidungen unter die Lupe nimmt. Tykwer inszeniert diesen Wettlauf gegen die Zeit nicht als linearen Thriller, sondern als cineastische Spirale, in der verschiedene Varianten desselben Tages durchgespielt werden – mit immer neuen Konsequenzen.
Der Look von „Lola Rennt“, seine rhythmischen Schnitte, die cartoonhaften Zwischensequenzen und der elektronische Soundtrack – unter anderem von Tykwer selbst komponiert – formen ein audiovisuelles Erlebnis, das sich damals wie heute durch seinen kompromisslosen Stil abhebt. Zum Cast gehören übrigens auch Heino Ferch, Herbert Knaup, Joachim Król und Nina Petri. Die Rückkehr von „Lola Rennt“ nach 27 Jahren auf die große Leinwand ist nicht nur eine Hommage an die 90er, sondern auch ein Beweis dafür, wie zeitlos das Medium Film sein kann.
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