Mit "Wake Up Dead Man: A Knives Out Mystery" hat Rian Johnson seine erfolgreiche Krimireihe bei Netflix fortgesetzt. Während die Filme rund um den exzentrischen Ermittler Benoit Blanc ein breites Publikum erreichen, sorgt Johnsons Name im Zusammenhang mit "Star Wars" weiterhin für Diskussionen. Der Regisseur zeichnete verantwortlich für "Star Wars 8: Die letzten Jedi", einen der umstrittensten Teile der Saga.

Bis heute wird insbesondere Johnsons Umgang mit der Figur Luke Skywalker intensiv diskutiert. Der einstige Held erscheint im Film als gebrochener Charakter, der sich von früheren Idealen distanziert hat. Diese Neuinterpretation stieß bei vielen Fans auf Ablehnung, wurde von anderen jedoch als bewusster erzählerischer Bruch verstanden. In einem Interview hat Johnson nun erneut Stellung zu seiner Arbeit bezogen.

Franchises brauchen laut Johnson bewusste Brüche

Im Gespräch erklärte der Regisseur, dass große Filmreihen nicht ausschließlich darauf ausgerichtet sein sollten, bestehende Erwartungen zu erfüllen. Aus seiner Sicht sei es notwendig, bekannte Strukturen infrage zu stellen, um kreative Weiterentwicklung zu ermöglichen. Johnson verwies darauf, dass Kontroversen die Reihe seit Jahrzehnten begleiten und Teil ihrer Geschichte seien.

Johnson erklärte, dass er als langjähriger "Star Wars"-Fan sehr genau wisse, wie stark neue kreative Entscheidungen das Franchise herausfordern und welche Gegenreaktionen sie auslösen können. Ihm sei bewusst, dass solche Ansätze immer wieder zu internen Konflikten innerhalb der Fangemeinde führten. Zugleich betonte er, dass es aus seiner Sicht die größte Sünde sei, allzu vorsichtig vorzugehen oder aus Angst vor Kritik auf erzählerische Entscheidungen zu verzichten, die das Publikum bewusst aufrütteln.

Er betonte zudem, dass viele Filme der Reihe zunächst polarisiert hätten, später aber einen festen Platz innerhalb des Kanons gefunden hätten. Reibung und Diskussion seien aus seiner Sicht kein Zeichen von Scheitern, sondern Ausdruck lebendiger Auseinandersetzung mit dem Stoff.

Erfahrungen aus "Knives Out"

Dass Johnson weiterhin auf unkonventionelle Erzählweisen setzt, zeigt sich auch in seiner Arbeit außerhalb des Science-Fiction-Universums. Die "Knives Out"-Filme kombinieren klassische Krimi-Elemente mit modernen Ansätzen und wechselnden Perspektiven.

Quelle: filmstarts.de