Während die zweite Staffel von „Fallout“ derzeit bei Prime Video erscheint, wächst das Franchise abseits der Serienpfade der erfolgreichen Videospiel-Adaption weiter. Denn Amazon öffnet die ikonischen Bunkertüren nun für ein Reality-Experiment. Unter dem Titel „Fallout Shelter“ entsteht eine zehnteilige Show, die das bekannte Endzeituniversum in ein spielerisches, wettbewerbsorientiertes Setting überträgt.
Das Casting läuft bereits, und die Grundidee setzt konsequent auf Wiedererkennungswerte aus Games und Serie. Im Mittelpunkt der neuen Reality-Show stehen die legendären Vaults – jene unterirdischen Bunker der fiktiven Firma Vault-Tec, die seit Jahrzehnten zum Markenkern von „Fallout“ gehören.
Bunker, Entscheidungen und schwarzer Humor
In dieser abgeschlossenen Umgebung trifft eine vielfältig zusammengestellte Gruppe von Teilnehmerinnen und Teilnehmer aufeinander und wird mit einer künstlich geschaffenen Apokalypse konfrontiert. Der Tonfall orientiert sich klar am Franchise: schwarzer Humor, retrofuturistische Technikfantasien und eine Erzählwelt, in der Überleben stets an Entscheidungen geknüpft ist.
Mit zunehmender Dauer sollen die Aufgaben komplexer werden. Strategische Konflikte, knappe Ressourcen und moralische Abwägungen rücken stärker in den Fokus. Dabei geht es nicht allein um physische Belastbarkeit, sondern ebenso um soziale Dynamiken, psychologischen Druck und das Erzählen einer fortlaufenden Geschichte innerhalb des Wettbewerbs.
Vom Rollenspiel zur Realityshow
Es geht am Ende um Sicherheit, Einfluss und ein hoher Geldgewinn. Das Konzept greift eine der prägenden Eigenschaften der Vorlage auf. Denn alle Entscheidungen haben Konsequenzen. Schon seit dem ersten Serienteil von „Fallout“, der 1997 erschien, basiert das Gameplay auf Wahlmöglichkeiten, die den Verlauf der Handlung verändern.
Diese Idee soll nun in ein Reality-Format übersetzt werden, das Challenges mit erzählerischen Elementen verbindet und den Teilnehmern ein hohes Maß an Eigeninitiative abverlangt. Der Name „Fallout Shelter“ kommt dabei nicht von ungefähr. Denn neben der neuen Show verweist er auch auf das gleichnamige Mobilegame, das sich ebenfalls um das Management eines Vaults dreht.
Serienerfolg als Fundament
Die Parallelen sind gewollt und unterstreichen den Versuch, verschiedene Facetten des Franchise miteinander zu verknüpfen. Die Serien-Adaütion von „Fallout“ startete 2024 und brachte das postapokalyptische Amerika erstmals als große Serienproduktion auf die Bildschirme. Zum Cast gehören unter anderem Ella Purnell, Walton Goggins, Aaron Moten, Moises Arias, Xelia Mendes-Jones, Frances Turner und Kyle MacLachlan.
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