Es steht ein Wiedersehen mit einer wahren Anime-Legende an. Denn im deutschen Free-TV dreht sich bald alles wieder um „Dragon Ball“. Und das nicht irgendwann, sondern schon Mitte November feiert einer der größten Anime-Kultserien ihr TV-Comeback. Nach einer längeren Pause wandern dann die ersten Abenteuer von Son-Goku zurück auf die heimischen Bildschirme.
Da ist natürlich der Nostalgie-Alarm für alle garantiert, die mit der Reihe groß geworden sind. Es ist aber auch ein Stück Anime-Geschichte für alle, die bisher nur die späteren, explosiven Martial-Arts-Schlachten kennen. Zu sehen sein wird die Originalserie „Dragon Ball“ auf ProSieben Maxx, wo am Mittwoch, den 18. November 2025, ab 18:05 Uhr wieder ganz klassisch zur Reise um die sieben mysteriösen Kugeln eingeladen wird.
Während das Franchise heute für planetenerschütternde Kämpfe, Power-Ups und leuchtende Haarfarben steht, begann alles einmal deutlich entspannter. Die ersten 153 Kapitel von Akira Toriyamas Manga lieferten den Grundstoff für die Anime-Adaption von 1986. Son-Goku startet darin als frecher Zwölfjähriger mit Affenschwanz, bewaffnet mit unstillbarer Neugier und einer Portion Naivität.
Auf seinem Weg kreuzt er den Pfad von Bulma, die auf einer Mission ist: sieben Drachenkugeln finden, um einen Wunsch zu erfüllen. Die Anfänge stecken voller verrückter Ideen, wilder Kreaturen und einer Welt, die lose an die chinesische Sage „Die Reise nach Westen“ angelehnt ist. Statt sofort alles in Staub und Laserfeuer aufzulösen, gibt es Momente voller Humor, Slapstick und einer Leichtigkeit, wie sie moderne Produktionen nur selten rüberbringen.
Mit Meister Roshi bekommt Goku einen Lehrer, der sowohl Training als auch schlüpfrige Eigenheiten mitbringt. Und dann wäre da noch Prinz Pilaw, der, mit nicht ganz lauteren Plänen, ebenfalls hinter den Kugeln her ist. Mit „Dragon Ball“ entsteht ein Abenteuer, das Schritt für Schritt in eine epische Saga mündet und heute Kultstatus besitzt. Doch am Anfang lebt „Dragon Ball“ vom Gefühl eines fantastischen Roadtrips mit absurden Charakteren, handgezeichneter Cel-Animation und dieser ganz besonderen Mischung aus Action und Comedy, die sich später wandelt, aber nie ganz verschwindet.
Das Anime-Universum rund um Goku hat indes längst ein eigenes Imperium gebildet. Von „Dragon Ball Z“ mit seinen legendären Kämpfen über „Dragon Ball GT“ bis hin zu „Dragon Ball Super“ wurde die Geschichte in unzähligen Episoden weitererzählt. „Dragon Ball Z Kai“ brachte eine modernere Fassung bekannter Handlungsstränge und 2024 folgte mit „Dragon Ball Daima“ eine neue Serie, bei der Goku erneut als Kind im Mittelpunkt steht.
Ein bittersüßer Schatten liegt dennoch über dieser Rückkehr. Denn Akira Toriyama, kreative Seele und Schöpfer dieser Welt, verstarb im vergangenen Jahr im Alter von 68 Jahren. „Dragon Ball“ bleibt jedoch ein Anime, das weit über seinen Tod hinausstrahlt. Vor seinem Abschied arbeitete Toriyama noch an „Dragon Ball Daima“, ein Zeichen dafür, wie eng er bis zum Schluss mit seinem Universum verbunden war.
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