Das Kult-Franchise rund um „Der Exorzist“ hat in den vergangenen Jahrzehnten vieles erlebt. Vom bahnbrechenden Schocker aus den frühen 70ern bis hin zu Fortsetzungen, die immer wieder für Diskussionen sorgten. Nach dem Debakel von „Der Exorzist: Bekenntnis“, für dessen Rechte angeblich rund 400 Millionen Dollar geflossen sein sollen, steht nun ein frischer Anlauf bevor.
Denn Horror-Spezialist Mike Flanagan wurde mit einem neuen Projekt aus dem bekannten Dämonen-Universum betraut. Und als Zugpferd soll niemand Geringeres als Scarlett Johansson auftreten. Das Original aus dem Jahr 1973 gilt nach wie zu den furchterregendsten Horror-Klassikern der Geschichte und zählt zu den besten Horror-Streifen aller Zeiten.
Regisseur William Friedkin schuf damals etwas, das ganze Kinosäle leerfegte. Die Mischung aus düsterem Okkult-Horror, bedrückender Atmosphäre und kompromissloser Darstellung einer Besessenheit setzte Maßstäbe. Das Echo war enorm. Es gab Zensurdebatten, moralische Auseinandersetzungen und eine weltweite Faszination, die bis heute anhält.
Doch genau dieser Mythos wurde über die Zeit zu einer Last, denn die Reihe konnte später nicht mehr an diese Ausnahmestellung anknüpfen. „Der Exorzist: Bekenntnis“ sollte eigentlich eine Rückkehr zu alter Größe markieren. Auch weil ein Team an Bord war, dass zuvor das „Halloween“-Franchise neu belebt hatte. Doch die hohen Erwartungen verwandelten sich schnell in Ernüchterung.
Der Film geriet ins Kreuzfeuer von Kritikern und Fans. Trotz prominenter Namen und großem Budget blieb das Ergebnis weit hinter den Hoffnungen zurück. Für Universal und Blumhouse war das ein schmerzhafter Schlag, denn das Millioneninvestment in die Rechte sollte sich eigentlich langfristig auszahlen. Nun tritt Mike Flanagan auf den Plan.
Der Regisseur hat sich mit modernen Spukgeschichten wie „Spuk in Hill House“ und intensiven Psychodramen einen starken Ruf erarbeitet. Sein Ansatz für das neue Projekt soll bewusst losgelöst vom Vorgänger sein. Keine direkte Fortsetzung, kein Versuch, alte Fehler auszubügeln. Stattdessen wird eine neue Geschichte angekündigt, die sich im „Exorzist“-Universum bewegen, aber eigene Wege einschlagen soll.
<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">Scarlett Johansson is teaming with Mike Flanagan for a “fresh, bold” reimagining of The Exorcist. The new film is set in the franchise’s universe but is neither a remake nor a sequel. <a href="https://t.co/7vwJveq3iS">https://t.co/7vwJveq3iS</a> <a href="https://t.co/7n3qEoxftI">pic.twitter.com/7n3qEoxftI</a></p>— The Hollywood Reporter (@THR) <a href="https://twitter.com/THR/status/1993122516785602756?ref_src=twsrc%5Etfw">November 25, 2025</a></blockquote> <script async="" src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>Die größte Überraschung ist aber die Besetzung. So wurde nun Scarlett Johansson offiziell bestätigt. Eine Schauspielerin, die große Blockbuster ebenso trägt wie intime Charakterfilme. Flanagan selbst zeigte sich begeistert und erklärte: „Scarlett ist eine brillante Schauspielerin, deren fesselnde Darbietungen – von Genrefilmen bis hin zu Sommer-Blockbustern – stets geerdet und authentisch wirken, und ich freue mich riesig, dass sie bei diesem Exorzist-Film mitwirkt.“
Johanssons Teilnahme wird als Hoffnungsschimmer betrachtet. Ein solches Gesicht könnte dem Franchise neuen Glanz verleihen und die Wucht des 400-Millionen-Dollar-Preisschilds abfedern. Während die Inhalte des Films noch geheim bleiben, wird in der Branche bereits spekuliert, dass das Projekt zu den spannendsten Horrorvorhaben der kommenden Zeit zählen könnte. Flanagan gilt schließlich als jemand, der das Unheimliche mit ruhigen Bildern, emotionalen Momenten und klaren Ideen verbindet.
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