Marvel fährt für „Avengers: Doomsday“ einige seiner größten Figuren auf. Doch der neue Trailer macht deutlich, wer über diesem gewaltigen Aufgebot stehen soll. Doctor Doom rückt im auf der D23 präsentierten Material endgültig ins Zentrum des kommenden Avengers-Films. Dabei zeigt sich Robert Downey Jr.s neuer MCU-Charakter nicht nur als Strippenzieher, sondern greift selbst in den Kampf ein.

Besonders deutlich wird seine Macht bei einer Konfrontation mit Thor. Als dieser mit Stormbreaker angreift, kann Doom die Attacke stoppen. Auch die X-Men werden unmittelbar in den Konflikt hineingezogen. Im neuen Clip erweckt der neue Gegenspieler eine Armee von Sentinels zum Leben. Damit treffen in „Avengers: Doomsday“ endgültig mehrere bislang weitgehend getrennte Bereiche des Marvel-Kosmos aufeinander.

Doctor Doom bekommt eine tragische Vergangenheit

Gleichzeitig liefert das neue Material erstmals konkretere Hinweise darauf, was Victor von Doom antreibt. Sue Storm beschreibt ihn offenbar als einen Mann, der einst ein völlig anderer war. Der Trailer deutet an, dass Doom seine Frau und sein Kind verloren hat und nach dieser persönlichen Katastrophe einen Weg einschlug, der schließlich zu seiner heutigen Gestalt führte. Welche Ereignisse für den Tod seiner Familie verantwortlich waren, lässt Marvel weiterhin offen.

Damit bekommt der zentrale Gegenspieler offenbar eine persönliche Motivation, statt lediglich als neue Bedrohung für das Multiversum aufzutreten. Besonders interessant ist dabei seine Verbindung zu Reed Richards. Das neue Material zeigt eine direkte Konfrontation zwischen Doom und dem von Pedro Pascal gespielten Mister Fantastic. Welche gemeinsame Vergangenheit beide Figuren in der MCU-Version besitzen, gehört weiterhin zu den offenen Fragen.

Alte und neue Marvel-Helden treffen aufeinander

„Avengers: Doomsday“ bringt dabei eine Besetzung zusammen, die weit über die bisherigen Avengers hinausgeht. Neben den Fantastic Four gehören unter anderem Mitglieder der Avengers und New Avengers sowie bekannte X-Men zum Figurenensemble. Mit Patrick Stewart, Ian McKellen und James Marsden kehren beispielsweise mehrere Darsteller aus den früheren „X-Men“-Filmen zurück.

Auch Chris Evans ist wieder als Steve Rogers dabei. Seine eigentliche MCU-Geschichte schien seit „Avengers: Endgame“ abgeschlossen. Nach der Rückgabe der Infinity-Steine blieb Rogers in der Vergangenheit und verbrachte sein Leben mit Peggy Carter. Hayley Atwell gehört ebenfalls zur Besetzung des neuen Films. Wie Marvel die Rückkehr der beiden in die Geschichte integriert, wurde bislang nicht vollständig aufgelöst.

Robert Downey Jr. bleibt hinter der Maske

Eine Enthüllung spart sich Marvel allerdings weiterhin auf. Obwohl Doctor Doom inzwischen wesentlich ausführlicher gezeigt wird, ist Robert Downey Jr. im neuen Material nicht ohne seine Maske zu sehen. Damit bleibt offen, wie Marvel mit der auffälligen Tatsache umgehen wird, dass der neue große Gegenspieler von jenem Schauspieler verkörpert wird, der das MCU über ein Jahrzehnt als Tony Stark geprägt hat.

Downey spielte Iron Man von 2008 bis „Avengers: Endgame“, wo sich Tony Stark im Kampf gegen Thanos opferte. Ob die äußerliche Ähnlichkeit zwischen Stark und Doom innerhalb der Handlung überhaupt thematisiert wird oder Downey schlicht eine vollkommen eigenständige Figur verkörpert, hat Marvel bislang nicht verraten.

Inszeniert wird „Avengers: Doomsday“ erneut von Anthony und Joe Russo, die bereits „Avengers: Infinity War“ und „Avengers: Endgame“ verantworteten. In Deutschland startet der nächste große MCU-Crossover am 16. Dezember 2026 in den Kinos.