Das Universum von „Game of Thrones“ beweist erneut, wie langlebig und wandlungsfähig es ist. Mit „A Knight of the Seven Kingdoms“ hat HBO Max eine neue Serie ins Rennen geschickt, die sich innerhalb kürzester Zeit als massiver Publikumserfolg entpuppt hat. Bereits wenige Tage nach dem Start zeichnet sich ab, dass das Interesse an Geschichten aus Westeros ungebrochen ist.
Wirtschaftlich setzt „A Knight of the Seven Kingdoms“ neue Maßstäbe. Laut Branchenangaben erreichte die Auftaktfolge in den ersten drei Tagen über 6,7 Millionen Zuschauer allein in den USA. Damit katapultierte sich die Serie an die Spitze der Streaming-Charts von HBO Max – nicht nur in Nordamerika, sondern auch international, inklusive Deutschland. Innerhalb der Plattform zählt der Start bereits zu den drei erfolgreichsten Serienpremieren überhaupt.
Das ist „A Knight of the Seven Kingdoms“
Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten: Eine zweite Staffel wurde umgehend in Auftrag gegeben. Die neue Serie spielt rund ein Jahrhundert vor den Ereignissen von „Game of Thrones“ und deutlich nach „House of the Dragon“. Erzählt wird eine vergleichsweise bodenständige Geschichte, die sich stärker auf Figuren und ihre Entwicklung konzentriert. Im Zentrum steht der junge Ritter Ser Duncan der Große, verkörpert von Peter Claffey.
Aufgewachsen in einfachen Verhältnissen, zieht Duncan nach dem Tod seines Mentors Ser Arlan of Pennytree allein durch Westeros. Sein Ziel ist bescheiden: ein Turnier, etwas Preisgeld, ein Platz in der Welt. Unterwegs trifft er auf den schlagfertigen Jungen Egg, gespielt von Dexter Sol Ansell. Aus der zufälligen Begegnung entsteht eine ungewöhnliche Partnerschaft, die schnell zum Herzstück der Serie wird.
Ausbau des „Game of Thrones“-Universums
Der wortkarge Ritter und sein neugieriger Knappe geraten in politische Spannungen, persönliche Konflikte und gefährliche Situationen, die weit über das hinausgehen, was ein einfaches Turnier verspricht. Die Zeit, in der die Targaryen noch auf dem Eisernen Thron sitzen und die Erinnerung an Drachen lebendig ist, verleiht der Handlung zusätzliches Gewicht.
Die Vorlage stammt aus den sogenannten „Dunk and Egg“-Geschichten von George R. R. Martin, der die Serie gemeinsam mit Ira Parker entwickelt und produziert hat. Parker übernimmt zudem die Rolle des Showrunners. Die erste Staffel besteht aus sechs Episoden und wird hierzulande wöchentlich fortgesetzt. Ergänzt wird der Cast durch Darsteller wie Daniel Ings, Bertie Carvel, Sam Spruell, Finn Bennett und zahlreiche weitere bekannte Gesichter.
Mit dem Erfolg von „A Knight of the Seven Kingdoms“ setzt HBO seine Strategie fort, das „Game of Thrones“-Universum behutsam auszubauen. Noch im selben Jahr soll auch „House of the Dragon“ mit einer neuen Staffel zurückkehren.
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