Fast drei Jahrzehnte nach den ersten wilden TV-Auftritten meldet sich die "Jackass"-Crew noch einmal auf der großen Leinwand zurück. Mit "Jackass: Einer geht noch" erscheint am 25. Juni 2026 ein neuer Kinofilm, der nicht nur frische Stunts liefern soll, sondern gleichzeitig wie ein großes Abschiedstreffen der berüchtigten Truppe wirkt. Im Mittelpunkt stehen dabei erneut Johnny Knoxville, Steve-O, Chris Pontius und viele bekannte Gesichter, die sich seit Jahren mit schmerzhaften Ideen, völlig absurden Aktionen und grenzenloser Selbstüberschätzung einen festen Platz in der Popkultur gesichert haben.
Der neue Film setzt offenbar genau dort an, wo Fans die Reihe seit Jahren lieben: möglichst dumme Einfälle, möglichst wenig Selbstschutz und eine Gruppe erwachsener Männer, die trotz aller Knochenbrüche und Krankenhausbesuche nie wirklich vernünftig geworden ist. Gleichzeitig scheint "Jackass: Einer geht noch" aber auch deutlich nostalgischer auszufallen als frühere Filme. Neben neuen Aktionen sollen nämlich auch legendäre Momente aus den vergangenen 25 Jahren erneut aufgegriffen werden.
Gerade diese Mischung dürfte für viele den eigentlichen Reiz ausmachen. Die "Jackass"-Filme lebten schließlich nie nur von den Stunts selbst. Hinter all dem Chaos stand immer eine eingeschworene Gruppe von Freunden, die sich gegenseitig ständig provoziert, ausgelacht und in völlig sinnlose Situationen gebracht hat. Genau dieses Gefühl von absolutem Blödsinn unter Freunden machte die Reihe über viele Jahre hinweg zu einem weltweiten Kultphänomen.
Dass die Truppe inzwischen deutlich älter geworden ist, dürfte dem neuen Film sogar zusätzlichen Charme verleihen. Während frühere "Jackass"-Produktionen oft einfach nur wie ein Angriff auf den gesunden Menschenverstand wirkten, schwingt heute automatisch ein gewisser Wahnsinn mit, wenn Männer jenseits der 50 immer noch Einkaufswagen, Feuerwerkskörper oder fragwürdige Eigenkonstruktionen für gute Ideen halten.
Regie übernimmt erneut Jeff Tremaine, der die Reihe seit ihren Anfängen begleitet. Produziert wird der Film unter anderem von Knoxville selbst sowie von Spike Jonze, der seit Jahren eng mit dem Franchise verbunden ist. Auch hinter den Kulissen bleibt das Projekt damit klar in den Händen jener Leute, die den typischen Stil der Reihe geprägt haben.
Neben den bekannten Gesichtern kehren auch mehrere Mitglieder der jüngeren Generation zurück. Dazu gehören unter anderem Rachel Wolfson, Jasper, Poopies, Zach Holmes und Dark Shark. Bereits die letzten Auftritte der neuen Crew hatten gezeigt, dass die Reihe versucht, frischen Wind hineinzubringen, ohne den ursprünglichen Charakter komplett zu verlieren.
The Boys are back in town
Die Besetzung liest sich insgesamt wie ein großes Wiedersehen mit alten Bekannten. Neben Knoxville sind erneut Steve-O, Wee Man, Preston Lacy, Dave England, Danger Ehren und Chris Pontius mit dabei. Gerade diese Namen sind für viele Fans untrennbar mit den härtesten und gleichzeitig dümmsten Aktionen der Filmreihe verbunden.
Inhaltlich dürfte erneut weniger eine klassische Handlung im Mittelpunkt stehen als vielmehr eine Aneinanderreihung möglichst eskalierender Ideen. Genau darin lag aber immer die besondere Stärke von "Jackass". Die Filme wollten nie mehr sein als ein völlig enthemmtes Chaosprojekt, das Schmerz, Fremdscham und absurde Situationskomik miteinander vermischt.
Interessant ist dabei vor allem, wie sehr sich die Wahrnehmung der Reihe über die Jahre verändert hat. Anfang der 2000er galten die Filme vielerorts als Paradebeispiel für sinnlose MTV-Kultur. Heute blickt ein großer Teil des Publikums fast schon nostalgisch auf diese Zeit zurück. "Jackass" steht inzwischen für eine Ära des Fernsehens, in der einfach ausprobiert wurde, was passiert, wenn man Menschen mit Kameras und schlechten Ideen alleine lässt.
Der neue Kinofilm scheint genau dieses Gefühl noch einmal feiern zu wollen. Weniger als großes Finale mit ernster Abschiedsstimmung, sondern eher wie ein letztes gemeinsames Vollgas-Wochenende mit alten Freunden, die trotz aller Schmerzen offensichtlich nie gelernt haben, wann Schluss sein sollte.
"Jackass: Einer geht noch" startet am 25. Juni 2026 exklusiv im Kino. Produziert wird der Film von Paramount Pictures und MTV Entertainment Studios in Zusammenarbeit mit Domain Entertainment und Dickhouse Productions.
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