Nachdem das Jahr 2024 ohnehin schon reich an großen Autorückrufaktionen verschiedener Hersteller war, reiht sich nun auch noch BMW in diese unrühmliche Liste mit ein. Der Münchener Autobauer muss wegen einer unzulässigen Abschalteinrichtung weltweit rund 180.000 Fahrzeuge zurückrufen.

Hintergrund: Das Kraftfahrtbundesamt (KBA) hat bereits im Januar dieses Jahres festgestellt, dass die Abschalteinrichtung der Abgasreinigung in älteren Dieselmodellen des X3 von BMW die Abgasrückführung reduziert, wenn die Klimaanlage aktiviert ist. Dies führt zu einer verminderten Effizienz bei der Reinigung von Stickoxiden und ist laut dem KBA vergleichbar mit dem sogenannten Thermofenster – also eine Form der Abgasreinigung bei Dieselfahrzeugen, die laut einem EuGH-Urteil aus dem Jahr 2022 als unzulässig gilt.

Insgesamt sind weltweit etwa 180.000 Fahrzeuge betroffen, die zwischen den Jahren 2010 und 2014 produziert wurden. Allein in Deutschland müssen gemäß dem KBA 45.368 Fahrzeuge in die Werkstätten gebracht werden.

Um den festgestellten Mangel zu beheben, muss BMW verschiedene Komponenten der betroffenen Fahrzeuge austauschen, darunter den Heißluftmassensensor, das Reinluftrohr sowie den AGR-Kühler samt Ventil. Zusätzlich ist eine Umprogrammierung des Steuergeräts vonnöten, um die Einhaltung der gesetzlichen Abgasnormen sicherzustellen.

Das Kraftfahrtbundesamt führt den Rückruf unter dem Aktenzeichen „14099R“, der interne Herstellercode lautet „0011600700, 0011610700“.

Quelle: focus.de