Bekanntermaßen beendet die deutsche Supermarktkette Rewe bis zum Ende des Jahres 2024 seine Partnerschaft mit dem Bonusprogramm Payback. Medienberichten zufolge plant nun auch noch ein weiterer deutscher Händler, die Punkte nicht mehr länger anbieten zu wollen.
Demnach verliert Payback nach einer zehnjährigen Zusammenarbeit nun auch noch den Tierbedarfs-Einzelhändler Fressnapf, wo man plant, sich ab März 2025 aus dem bekannten Bonusprogramm zurückzuziehen. In Österreich soll Fressnapf die Zusammenarbeit bereits beendet haben, um sich künftig verstärkt auf das eigene Treueprogramm „Fressnapf Friends“ konzentrieren zu können. Im Mai 2022 eingeführt zählt dieses laut der „Lebensmittel Zeitung“ immerhin bereits rund fünf Millionen Kunden in Europa.
Der späte Einstieg von Fressnapf in das Payback-Programm hatte es dem Unternehmen vom Start weg erschwert, sich gegenüber etablierten Partnern wie dm, Real oder Kaufhof durchzusetzen. Als weitere Gründe für den Ausstieg sind die Abhängigkeit von externen Daten für Marketingaktionen sowie die Kosten für den Einsatz der Payback-Karte und der dazugehörigen App zu nennen, welche die Verantwortlichen des Unternehmens nicht weiter zu tragen bereit sind.
Zudem forciert man bei Fressnapf aktuell eine internationale Expansion. Der Tierbedarfshändler ist bereits in 13 europäischen Ländern aktiv und verzeichnet dort ein deutlich stärkeres Wachstum als auf dem Heimatmarkt in Deutschland. Da Payback jedoch nur in drei Ländern außerhalb Deutschlands vertreten ist, stellt die Partnerschaft für Fressnapf eine starke Einschränkung dar, der man sich nun entledigen möchte.
Zuvor hatte bereits die Supermarktkette Rewe angekündigt, sich Ende 2024 von dem Bonusprogramm trennen zu wollen, um ein eigenes System zu etablieren. Ein herber Rückschlag für Payback, wo man dafür aber die Edeka-Gruppe als neuen Partner gewinnen konnte. Der Start der neuen Zusammenarbeit ist für den Frühling 2025 geplant. Darüber hinaus wird die Kooperation mit der Sparkassen-Finanzgruppe nicht nur fortgesetzt, sondern sogar ausgeweitet, um das Wachstum der Nutzerzahlen anzukurbeln.
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