Online Mode zu shoppen macht Retouren fast unumgänglich, da eine vorherige Anprobe nicht möglich ist. Die meisten Anbieter machen es ihren Kunden daher möglichst leicht.
Mit der Modekette H&M hat nun einer der ganz Großen im Geschäft jedoch die Bedingungen für Retouren verschärft. Seit kurzem gelten dort neue Regelungen für Rückgaben, was beinhaltet, dass Käufer von reduzierten Artikeln ihre Entscheidung künftig schneller treffen müssen.
Ab dem genannten Termin wird die Rückgabefrist im Falle rabattierter Ware nämlich von bislang 30 Tagen auf 14 Tage verkürzt. Wie unter anderem die „Berliner Zeitung“ berichtet, verfolgt das Unternehmen mit dieser Maßnahme das Ziel, die stark nachgefragten Sale-Angebote einer möglichst breiten Kundschaft zugänglich zu machen.
„Damit möglichst viele Kund*innen von unseren attraktiven Sale-Angeboten profitieren können, haben wir die Rückgabefrist für reduzierte Artikel auf 14 Tage ab Erhalt (Online-Kauf) beziehungsweise ab Kaufdatum (Store-Kauf) der Bestellung verkürzt“, zitiert die Zeitung einen Sprecher des Unternehmens.
Zusätzlich zur kürzeren Rückgabefrist hebt H&M die Kosten für Rücksendungen von online bestellter Ware an. Ab dem genannten Stichtag wird pro Rücksendung eine Gebühr in Höhe von 2,99 Euro erhoben – zuvor lag diese bei 1,99 Euro. Außerdem müssen inzwischen auch Basis-Member für den Rückversand zahlen, nachdem zuvor nur Nicht-Member zur Kasse gebeten wurden.
Der Sprecher erklärt: „Wie andere in der Branche haben wir vor einiger Zeit eine Gebühr für Online-Rücksendungen in Deutschland für Nicht-Member/Basis-Member eingeführt. Das hat dazu beigetragen, die Rücksendungen zu reduzieren, sodass wir dies nun auf alle Kundinnen ausgeweitet haben.“
Eine kostenlose Alternative bleibt allerdings weiterhin bestehen: Die Rückgabe im stationären Einzelhandel von H&M ist auch künftig kostenfrei möglich. Das Unternehmen strebt damit eine effizientere Bearbeitung von Rücksendungen an und setzt auf ein überlegteres Kaufverhalten seitens der Kundschaft.
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