Man mag es eigentlich kaum glauben, aber bis vor kurzem ist es noch nie einem Fahrzeug gelungen, im ADAC Autotest die Bestnote abzustauben. Im April 2024 ist diese scheinbar uneinnehmbare Festung nun aber doch noch gefallen – gestürmt von einem deutschen Autobauer.
Als erstes Fahrzeug in der Geschichte des ADAC Autotests hat der Volkswagen ID.7 Pro die Spitzenbewertung „sehr gut“ mit einer Gesamtnote von 1,5 erreicht. Damit zieht die Wolfsburger Elektrolimousine an den bisherigen Spitzenreitern BMW iX xDrive50 und Mercedes EQS 450+ Electric Art vorbei, die beide mit der Note 1,6 bedacht wurden.
Und das, obwohl der VW ID.7 Pro mit einem Basispreis von 56.995 Euro deutlich unter den Preisen seiner Hauptkonkurrenten liegt, für die jeweils über 100.000 Euro ausgerufen werden. Auch im Vergleich zum Skoda Enyaq, der ebenfalls mit einer 1,6 bewertet wurde und immerhin noch rund 61.000 Euro kostet, überzeugte der VW ID.7 Pro die Tester mit einem besseren Preis-Leistungs-Verhältnis.
Dino Silvestro, seines Zeichens Leiter des Fahrzeugtests beim ADAC Technik Zentrum, sieht in dem Ergebnis eine äußert positive Entwicklung: „Für uns ist es eine erfreuliche Nachricht, dass Sicherheit, Effizienz und Komfort nicht ausschließlich eine Preisfrage sind“.
Immerhin punktet der ID.7 Pro im Rahmen des ADAC Autotests, der jährlich etwa 100 Fahrzeuge umfasst und über 350 einzelne Prüfpunkte berücksichtigt, nicht nur in den Kategorien Motor/Antrieb, sondern vor allem auch im Bereich Sicherheit und Umwelt mit hervorragenden Bewertungen.
Der Verbrauch des VW-Stromers liegt zudem bei nur 18,1 Kilowattstunden pro 100 Kilometer, was ihm auch im Ecotest fünf Sterne einbrachte. Die Fahreigenschaften, Karosserie und der Innenraum wurden ebenfalls positiv bewertet, mit guten Zweier-Noten in diesen Bereichen.
Vor diesem Hintergrund muss allerdings auch betont werden, dass die Fahrzeugkosten keinen Einfluss auf die Gesamtwertung hatten. Ein Umstand, welcher dem ID.7 Pro bei den Tests sehr zugute kam, der in diesem Bereich mit einer Note von 3,4 nämlich lediglich als „zufriedenstellend“ bewertet worden ist.
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