Im Rahmen der Bemühungen, umweltfreundlichere Tank-Alternativen für unsere Fahrzeuge anzubieten, werden im Frühjahr an den deutschen Tankstellen mehrere neue Kraftstoffe an den Start gehen. Die Sorten B10 und XTL sollen voraussichtlich bereits im April verfügbar sein, die Einführung von HVO ist bislang noch in Planung.
Die neuen Kraftstoffe B10, XTL und HVO kommen dabei jeweils mit spezifischen Vorteilen daher. Das neue B10 besteht zum Beispiel aus einer Mischung aus zehn Prozent Biodiesel und 90 Prozent herkömmlichem Dieselkraftstoff. Diese Mischung macht den Kraftstoff zu einer umweltfreundlicheren Option, da bei der Verbrennung entsprechend weniger Schadstoffe erzeugt werden, als beim klassischen Treibstoff für Dieselfahrzeuge.
XTL steht indes für „X-to-Liquids“ und umfasst Kraftstoffe, die aus verschiedenen Rohstoffen wie Gas, Biomasse oder Kohle hergestellt werden. Je nach Rohstoffquelle und Herstellungsprozess kann auch hier die Umweltbelastung geringer ausfallen. Zudem bieten XTL Kraftstoffe eine hohe Energieeffizienz und können nahtlos in bestehende Infrastrukturen integriert zu werden, ohne dass umfangreiche Änderungen erforderlich werden.
HVO, oder „Hydrierte Pflanzenöle“, wird wiederum durch die Hydrierung von pflanzlichen Ölen oder tierischen Fetten hergestellt und gilt als erneuerbarer Dieselkraftstoff, für dessen Verwendung ebenfalls keine Veränderungen am Motor notwendig sind.
Zu beachten ist allerdings, dass die Nutzung von B10, XTL und HVO nicht für alle Fahrzeuge gestattet ist. Insbesondere B10 und XTL erfordern eine spezifische Freigabe durch die Autohersteller, da sie einer eigenen Diesel-Norm unterliegen.
Fahrzeughalter sollten daher vor einer Betankung mit diesen Kraftstoffen unbedingt erst einmal die herstellerseitig offizielle Freigabe für ihr Fahrzeug überprüfen. Laut dem ADAC gilt diese mit Blick auf XTL zum Bespiel bislang nur für einige wenige Modelle der Marken Audi, BMW, Citroën/Peugeot/Opel, Nissan, Renault/Dacia, Seat/Cupra, Škoda, Toyota, Volvo und VW.
Fahrzeugbesitzer, die sich unsicher sind, sollten zunächst also besser auf die Nutzung dieser neuen Kraftstoffe verzichten, um ihren Motor vor potenziellen Langzeitschäden zu schützen.
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