Mit Beginn des Jahres 2025 wird in Sachen klassischer Übertragungswege von TV-Programmen weiter entschlackt. Besonders betroffen sind Programme, die noch über DVB-T2 und in SD-Qualität via Satellit übertragen werden.
Die Nutzung des digitalen terrestrischen Standards von DVB-T2 ist schon lange rückläufig, weshalb immer mehr Sender ihre Ausstrahlung über diese Übertragungsweg einstellen. Ein logischer Trend, zeichnet sich doch schon seit Jahren ab, dass sich das Fernsehverhalten der Menschen ändert und klassische Übertragungswege wie Kabel, Satellit und Antenne gegenüber dem TV-Empfang über das Internet zunehmend an Bedeutung verlieren.
In Mitteldeutschland wird DVB-T2 HD beispielsweise nur noch von durchschnittlich drei Prozent der TV-Haushalte genutzt. Vor diesem Hintergrund haben sowohl der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) als auch das ZDF beschlossen, die Verbreitung über die vier kostenintensiven und reichweitenschwachen Senderstandorten Brocken, Inselsberg, Löbau und Wittenberg zum Stichtag 14. Januar 2025 einzustellen.
Konkret werden folgende Sender ab dann nicht mehr via DVB-T2 empfangbar sein:
<li>Das Erste HD</li><li>MDR SACHSEN HD</li><li>MDR SACHSEN-ANHALT HD</li><li>MDR THÜRINGEN HD</li><li>tagesschau24 HD</li><li>rbb Brandenburg HD</li><li>NDR FS NDS HD</li><li>SWR BW HD</li><li>ONE HD</li><li>ARTE HD</li><li>phoenix HD</li><li>BR Fernsehen Nord HD</li><li>hr-fernsehen HD</li><li>WDR HD Köln</li><li>ARD-alpha HD (Internet)</li><li>SWR BW HD (Internet)</li><li>ZDF HD</li><li>3sat HD</li><li>KiKA HD</li><li>ZDFneo HD</li><li>ZDFinfo HD</li><div><div><div data-message-author-role="assistant" data-message-id="1796a1ad-2c1c-4800-9045-4f0ef691462b" dir="auto" data-message-model-slug="gpt-4"><div><div><p>DVB-T2 steht übrigens für „Digital Video Broadcasting - Second Generation Terrestrial“ und ist die Weiterentwicklung des DVB-T-Standards für die terrestrische Übertragung digitaler Fernsehsignale, welcher in den späten 1990er Jahren eingeführt wurde. In Deutschland ging DVB-T im Jahr 2002 an den Start und bot seinerzeit eine verbesserte Bild- und Tonqualität sowie eine größere Auswahl an Kanälen im Vergleich zum traditionellen, analogen Fernsehen, welches der neue Standard ersetzten sollte.</p><p>Der Nachfolger DVB-T2 startete hierzulande offiziell im Jahr 2016, wobei die Umstellung stufenweise bis März 2017 erfolgte. Das Format brachte mehrere technische Verbesserungen mit sich, und nutzte dazu effizientere Kodierungs- und Kompressionstechniken wie H.264 oder H.265/HEVC. Auf diese Art konnten mehr Kanäle und höhere Bildauflösungen, einschließlich Full HD, übertragen werden. Mit DVB-T2 war es sogar möglich, Inhalte in 4K-Auflösung zu senden, was mit dem älteren DVB-T-Standard nicht machbar war.</p></div></div></div></div></div>:quality(90))