Philips präsentiert auf der IFA 2026 sechs zentrale TV-Serien seines aktuellen Premiumportfolios. Neben mehreren OLED-Modellen gehören dazu erstmals ein Ambilight-TV mit RGB-Mini-LED sowie der mit 100 Zoll bislang größte Ambilight-Fernseher.
An der Spitze stehen der OLED+951 und der OLED+911. Der OLED+951 kommt mit 65 oder 77 Zoll, P5 Intelligent Dual Picture Engine mit KI der 10. Generation und einem META 4.0 Primary RGB Tandem 2.0 WOLED Panel. Dieses erreicht bis zu 4.500 Nits, unterstützt 165 Hz VRR und Dolby Vision 2 Max und soll Reflexionen reduzieren. Hinzu kommen vier HDMI-2.1-Anschlüsse, vierseitiges Ambilight und ein 70 Watt starkes 2.2-Kanal-Soundsystem. Der 65OLED+951 wurde als „EISA Best Premium OLED TV 2026–2027“ ausgezeichnet.
Beim OLED+911 kombiniert Philips Bildschirmgrößen von 48 bis 77 Zoll mit derselben Panel-Technologie, 165 Hz VRR, Dolby Vision 2 Max und der P5 Intelligent Picture Engine mit KI der 10. Generation. Das mit dem Red Dot Award: Product Design 2026 ausgezeichnete Modell besitzt ein nach vorne gerichtetes 3.1-Kanal-System von Bowers & Wilkins mit 81 Watt, separaten Kanälen für links, Mitte und rechts sowie rückseitigem Bassgehäuse. Ein externer Subwoofer lässt sich zusätzlich anschließen. Vier HDMI-2.1-Ports und vierseitiges Ambilight gehören ebenfalls zur Ausstattung.

Darunter positioniert sich der OLED811 mit 42, 48, 55, 65 und 77 Zoll. Ab 55 Zoll kommen hellere OLED_EX-Panels zum Einsatz, kombiniert mit P5-Bildverarbeitung der 10. KI-Generation, Dolby Vision 2 Max und bis zu 165 Hz VRR. Die Modelle besitzen dreiseitiges Ambilight und ein 70-Watt-2.2-Kanal-Soundsystem, während die 42-Zoll-Version mit 50 Watt und 2.1 Kanälen arbeitet. Bis einschließlich 65 Zoll ist der Standfuß drehbar. Der 55OLED811 erhielt die Auszeichnung „EISA Best Buy OLED TV 2026–2027“.
Den OLED-Einstieg bildet der OLED761 in 55, 65 und 77 Zoll. Hier setzt Philips auf ein OLED_SE-Panel und die P5 Intelligent Picture Engine mit KI der 7. Generation. Unterstützt werden HDR10+ Gaming, AMD FreeSync Premium und Nvidia G-Sync. IntelliSound passt die Klangwiedergabe automatisch an den jeweiligen Inhalt an, beim 77-Zoll-Modell kommt ein 2.2-Kanal-Soundsystem hinzu.

Mit dem 85 Zoll großen MLED981 setzt Philips erstmals auf RGB-Mini-LED-Technik. Die Hintergrundbeleuchtung arbeitet mit 11.520 Dimming-Zonen, erreicht bis zu 2.500 Nits und soll Halo-Effekte sowie Bewegungsartefakte reduzieren. Das 165-Hz-Panel deckt 97 Prozent des BT.2020-Farbraums ab und unterstützt Dolby Vision 2 Max, VRR und FreeSync Premium Pro. Vier HDMI-2.1-Anschlüsse und ein integriertes 70-Watt-4.1-Kanal-Soundsystem ergänzen die Ausstattung.
AmbiScape erweitert Ambilight auf den Raum
Gemeinsam ist allen sechs auf der IFA gezeigten Serien Ambilight mit AmbiScape. Die inzwischen vollständig umgesetzte Funktion kann den Ambilight-Effekt über Matter over Wi-Fi auf bis zu vier kompatible smarte Leuchten im Raum erweitern. Dabei lassen sich auch Geräte verschiedener Hersteller miteinander kombinieren. Die Einrichtung erfolgt über die Philips Smart TV App, anschließend kann AmbiScape über das Schnellmenü oder die Ambilight-Einstellungen des Fernsehers aktiviert werden.

In der App werden die verbundenen Leuchten einer Position im Raum zugeordnet. Für jede Lampe lässt sich festlegen, ob sie sich im Video- oder Musikmodus mit Ambilight synchronisiert oder dauerhaft eine ausgewählte Farbe darstellt. Philips spricht von einer niedrigen Latenz, sodass die Beleuchtung unmittelbar auf das Geschehen auf dem Bildschirm reagieren soll. Eine erste eingeschränkte Testversion von AmbiScape war bereits Ende 2025 auf ausgewählten Fernsehern verfügbar, erforderte allerdings noch eine manuelle Einrichtung über das TV-Menü.
Für 2027 plant TP Vision den nächsten Ausbau. In der ersten Jahreshälfte soll Matter over Thread zunächst auf Philips Ambilight-TVs des Modelljahres 2027 unterstützt und zertifiziert werden, später ist die Funktion auch für kompatible Geräte aus dem Jahrgang 2026 vorgesehen. Dadurch soll AmbiScape mit weiteren Smart-Home-Leuchten zusammenarbeiten können. Gleichzeitig prüft das Unternehmen, künftig mehr als vier Leuchten gleichzeitig einzubinden.

Anette van Dijk, Head of Marketing Europe bei TP Vision, begründet den Ausbau mit der Nachfrage nach einer raumweiten Ambilight-Lösung. Laut TP Vision geben mehr als 80 Prozent der bisherigen Ambilight-Besitzer an, dass auch ihr nächster Fernseher wieder über die Beleuchtungstechnik verfügen müsse. AmbiScape soll die Lichtstimmung dabei für Filme, Serien, Sport und Gaming über den Bildschirm hinaus erweitern. Die Vollversion von AmbiScape steht auf Philips Ambilight-TVs des Modelljahres 2026 ab der 8000er Serie zur Verfügung, darunter sämtliche OLED-Modelle des Jahrgangs sowie der RGB MiniLED 981.
Das sechste IFA-Modell ist der PQS9001 aus der „The One“-Reihe. Die QLED-Serie reicht von 43 bis 100 Zoll und stellt in der größten Variante den bislang größten Ambilight-TV dar. Zur Ausstattung gehören die P5 Perfect Picture Engine der 7. Generation, Dolby Vision 2, HDR10+ Gaming, IntelliSound und dreiseitiges Ambilight mit AmbiScape. Eine neue einstufige Rückwandkonstruktion reduziert zudem die maximale Gehäusetiefe.
Die sechs Serien werden gestaffelt eingeführt: Beim OLED+951 ist die 65-Zoll-Version bereits erhältlich, 77 Zoll folgt im September. OLED+911 ist mit 48, 55 und 65 Zoll verfügbar, die 77-Zoll-Variante folgt ebenfalls im September. Beim OLED811 sind 42, 48, 55 und 65 Zoll bereits erhältlich und 77 Zoll für Oktober geplant. Der OLED761 mit 55, 65 und 77 Zoll wird zwischen Juni und Oktober schrittweise eingeführt. Der MLED981 mit 85 Zoll startet im Oktober. Beim PQS9001 sind die Größen von 43 bis 75 Zoll seit Juni erhältlich, während 85 und 100 Zoll im Oktober folgen.
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