Ventilatoren können unerträglich heiße Tage erträglich machen und sind mit Blick auf unsere zunehmend brutaleren Sommer gefragter denn je. Die Auswahl an Modellen ist entsprechend umfangreich, doch das Gros davon hat ein fundamentales Problem: das Stromkabel. Wird der Ventilator im Garten, auf der Terrasse, in der Werkstatt oder einfach in einem anderen Zimmer benötigt, heißt es erst mal Steckdose suchen und im Zweifel noch die Verlängerung hervorkramen.
Beim Einhell GE-CF 18/320 P Li-Solo fällt all das weg. Der Standventilator bezieht seine Energie aus einem Akku der Power-X-Change-Familie und lässt sich damit einfach dorthin tragen, wo gerade Abkühlung gefragt ist. Akku rein, einschalten, fertig. So simpel das Konzept ist, so verdammt praktisch erweist es sich im Alltag.

Ein kompakter Standventilator für unterwegs
Bei Power X-Change denken vermutlich auch heute noch viele zuerst an Akkuschrauber, Sägen und Gartengeräte. Der GE-CF 18/320 P Li-Solo zeigt allerdings, wie weit Einhell sein Akkusystem inzwischen über die klassische Werkzeugkiste hinaus ausgedehnt hat.
Mit seiner für den Hersteller typischen Farbgebung versprüht er zwar einen gewissen Werkstattcharme, doch derselbe 18-Volt-Akku, der eben noch den Akkuschrauber oder den Rasenmäher angetrieben hat, sorgt hier für eine frische Brise. Nun sind Akku-Ventilatoren zwar längst keine neue Erfindung, in Verbindung mit einem derart breit aufgestellten und weit verbreiteten Akkusystem rücken sie aber ein gutes Stück weiter in den Mainstream.

Dazu passt, dass sich der neue Einhell-Ventilator betont unkompliziert gibt und auf das Wesentliche konzentriert. Das Gerät ist rasch aufgebaut und verfügt über vier Tasten, vier Geschwindigkeiten, Schwenkfunktion und Timer. Mehr braucht es nicht. Also vom Akku einmal abgesehen, denn wie die Bezeichnung bereits verrät, wird der GE-CF 18/320 P Li-Solo ohne Akku und Ladegerät geliefert.
Was das Gerät leisten soll, bestimmt man damit gewissermaßen selbst, denn je nach Akkukapazität ändern sich auch die Laufzeiten. Für den Test greifen wir zu einem Power-X-Change-Akku mit 4,0 Ah, für den Einhell bis zu 37 Stunden auf niedrigster und immerhin noch elf Stunden auf höchster Stufe verspricht. Mit dem kleinen 2,0-Ah-Akku sind es je nach Drehzahl fünf bis 16 Stunden, während das 8,0-Ah-Modell mit 22 bis maximal 73 Stunden regelrecht zum Dauerläufer wird.

Mit seinem 32 Zentimeter großen Lüfterrad fällt der Akku-Ventilator vergleichsweise kompakt aus. Über die Teleskopstange lässt sich die Höhe stufenlos zwischen 42,5 und 72,5 Zentimetern einstellen. Dazu wird eine Feststellmutter gelöst, die Einhell für einen besseren Griff mit gerasterten Vertiefungen versehen hat. Das funktioniert alles gut und die Stange lässt sich zuverlässig arretieren, mit Blick auf die hauseigene Professional-Serie vermissen wir dann aber doch ein wenig die liebgewonnene und angenehme Grip-Gummierung.
An der Verarbeitung gibt es ansonsten aber wenig auszusetzen. Die Konstruktion macht mit dem Kunststoff-Schutzgitter zunächst zwar einen etwas zweckmäßigen Eindruck, erweist sich jedoch als robust und vor allem alltagstauglich. Der große Standfuß bringt genügend Gewicht mit, damit der Ventilator sicher auf dem Boden steht. Gleichzeitig bleibt das Gerät mit 3,38 Kilogramm (ohne Akku) leicht genug, um es sich jederzeit zu schnappen und mühelos dorthin zu tragen, wo man es gerade braucht.

Auf der Terrasse fehlt eine Steckdose in Reichweite? Egal. Im Garten muss kurz etwas erledigt werden? Ventilator mitnehmen. Anschließend darf es auf der Couch etwas frischer Wind sein? Dann zieht er eben wieder um. Klingt banal, aber wer auch an heißen Tagen gerne und viel aktiv ist, wird sich sehr schnell an diese Freiheit gewöhnen. Und unterwegs ist man mit einem Akku-Ventilator ohnehin jedermanns bester Freund.
Fast lautlos bis ordentlich windig
Es ist fraglos das große Kaufargument, aber der Einhell punktet nicht nur mit Mobilität. Im Inneren arbeitet ein bürstenloser Motor, der das Lüfterrad in vier Stufen mit 330, 460, 760 oder maximal 910 Umdrehungen pro Minute antreibt. Die höchste Luftgeschwindigkeit erreicht laut Hersteller 15 km/h. Das ist für Ventilatoren ein passabler Wert, der in Innenräumen für eine Brise sorgt, die selbst aus rund sieben Metern Entfernung noch auf der Haut zu spüren ist. Im Freien lässt sich die Reichweite indes nur schwer beziffern, schließlich haben Windrichtung und -stärke erheblichen Einfluss darauf, wie viel von der erzeugten Brise tatsächlich ankommt.

In Sachen Lautstärke ist der GE-CF 18/320 P Li-Solo auf der niedrigsten Stufe ein Ninja. Wenn man sein Ohr nicht unbedingt in die Nähe des Gitters hält, könnte man selbst in einem ruhigen Raum glauben, der Ventilator sei ausgeschaltet. Ab Stufe zwei wird das typische Rauschen der bewegten Luft naturgemäß deutlicher wahrnehmbar, bleibt aber immer noch angenehm zurückhaltend. Ab Stufe 3 mischt sich schließlich ein dezentes Betriebsgeräusch zum Windrauschen. Auf Stufe 4 ergibt unsere nicht normierte Schallpegel-Messung mit dem Smartphone in direkter Nähe 50 dB – also das Geräuschniveau eines ruhigen Raumes.
Sämtliche Funktionen werden über die vier unmissverständlich beschrifteten Tasten oben am Gerätekopf gesteuert: Power-Button, Geschwindigkeitseinstellung, Schwenkfunktion und Timer. Für Letzteren stehen drei festgelegte Werte von einer, vier oder acht Stunden zur Wahl, die horizontale Bewegung ist mit 30, 60 und 120 Grad möglich. Etwas störend fiel uns auf, dass die Einstellungen nicht gespeichert bleiben. Gut gefällt uns wiederum, dass der Kopf nicht irgendwo seitlich stehen bleibt, wenn man das Gerät während einer Schwenkbewegung ausschaltet, sondern selbstständig wieder in die frontale Ausgangsposition zurückkehrt.

Auch eine vertikale Neigung ist möglich, diese erfolgt allerdings nicht motorisiert und muss von Hand eingestellt werden. Die Mechanik fällt zwar etwas schwergängig aus, hält den Ventilatorkopf dafür aber zuverlässig in Position. Praktisch: Beim Neigen ist deutlich zu spüren, wann der Kopf wieder gerade nach vorne ausgerichtet ist.
Bevor wir es vergessen: Auf eine App-Anbindung verzichtet der GE-CF 18/320 P Li-Solo, und wir haben eine solche zu keinem Zeitpunkt vermisst. Eine kleine Fernbedienung hingegen hätte Einhell durchaus noch spendieren dürfen. Am insgesamt äußerst sympathischen Auftritt des praktischen Akku-Ventilators ändert dieser kleine Komfortverzicht jedoch wenig.

Fazit
Eigentlich macht der Einhell GE-CF 18/320 P Li-Solo nichts Revolutionäres. Er nimmt einen Standventilator, entfernt das Kabel und ersetzt es durch ein etabliertes Akkusystem. Nach unserem Praxistest fragen wir uns nun aber, warum diese enorm praktische Kombination nicht schon längst selbstverständlicher ist. Den Ventilator jederzeit und ohne Aufwand zwischen Haus, Garten und Arbeitsplatz herumzutragen, ist derart bequem, dass man es ad hoc nicht mehr anders haben will.
In seiner eigentlichen Funktion konzentriert sich der Akku-Ventilator auf das Wesentliche: vier Leistungsstufen, automatische Schwenkfunktion und ein Timer – das war’s. Eine App gibt und braucht es nicht. Eine Fernbedienung hat uns dann aber doch immer mal wieder gefehlt, die maximale Auszugshöhe hätte großzügiger ausfallen dürfen und die Timerfunktion mehr Zwischenstufen vertragen. Dafür ist das Gerät wiederum sehr alltagstauglich, angenehm leise und vergleichsweise leicht, ohne an Stabilität einzubüßen.
Akku und Ladegerät liegen zwar nicht bei, wer in seiner Werkstatt oder bei den Gartengeräten aber ohnehin bereits einen Power-X-Change-Block liegen hat, spart sich die zusätzlichen Kosten. Damit ist der GE-CF 18/320 P Li-Solo für Einhell-Nutzer und alle, die es nun werden wollen, ein ebenso unkomplizierter wie flexibler Begleiter für die heiße Jahreszeit. Manchmal sind es eben die einfachen Dinge, die einem den Tag retten …
Den Akku-Ventilator Einhell GE-CF 18/320 P Li-Solo bekommt ihr für 82,95 Euro im Online-Shop des Herstellers.
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