Die Spekulationen rund um die nächste Konsolengeneration nehmen Fahrt auf. Einem aktuellen Leak zufolge könnte Microsofts Nachfolger der Xbox Series X mit dem Codenamen „Magnus“ Sonys PlayStation 6 in puncto Rechenleistung übertreffen. Doch obwohl die nächste Xbox mutmaßlich die stärkere Hardware mitbringt, ist die Lage nicht so eindeutig, wie es zunächst scheint. Beide Konsolen verfolgen offenbar unterschiedliche technische Ansätze mit jeweils eigenen Stärken.
Brancheninsider KeplerL2 veröffentlichte auf der Plattform NeoGAF neue Details zu den technischen Daten der beiden Systeme. Demnach soll die PlayStation 6 eine Leistung vergleichbar mit der AMD-Grafikkarte RX 9070 XT erreichen, während Microsofts nächste Konsole mit der Leistung einer NVIDIA RTX 5080 konkurrieren könnte. Reale Benchmarks deuten darauf hin, dass die Xbox damit etwa 20 Prozent mehr rohe Rechenleistung bieten würde – ein ähnlicher Abstand wie bereits zwischen der PS5 und der Xbox Series X bestand.
Microsoft soll dabei insbesondere auf eine leistungsstarke Architektur setzen, um sich im Bereich der reinen Hardwareleistung erneut zu positionieren. Gleichzeitig kursieren Gerüchte, dass die Xbox künftig Windows-basierend betrieben werden könnte. Dies würde eine Abkehr vom bisherigen Konsolen-Betriebssystem bedeuten und die Konsole eher wie einen vorkonfigurierten PC mit Zugang zu verschiedenen Store-Plattformen wirken lassen.
Sony verfolgt offenbar einen anderen Weg. Zwar scheint die PS6 bei der Rechenleistung leicht im Nachteil zu sein, dafür könnten neue GPU-Funktionen das ausgleichen. Im Rahmen von „Project Amethyst“ arbeitet Sony seit Ende 2024 eng mit AMD zusammen, um maschinelles Lernen und neuronale Netzwerke in die neue Hardware zu integrieren. Die GPU der PS6 basiert angeblich auf AMDs kommender RDNA-5-Architektur, auch „UDNA“ genannt, und bietet Features wie Dense Geometry Format, Streaming Wave Coalescer, Workgroup Self-Launch und erweitertes Raytracing.
Gerade diese Merkmale könnten speziell bei Spielen mit Unreal Engine 5 – etwa durch Nanite-Rendering – für optisch sichtbare Vorteile sorgen. Diese GPU-Erweiterungen sind laut KeplerL2 nicht Bestandteil des Xbox-Chipsatzes, was für Entwickler entscheidend sein könnte, je nach Ausrichtung ihrer Projekte.
Neben der eigentlichen Konsole wird auch über einen neuen Handheld von Sony spekuliert. Erste Hinweise deuten darauf hin, dass ein tragbares Gerät mit Leistung auf PS5-Niveau parallel zur PS6 erscheinen könnte. Microsoft hingegen könnte den Fokus stärker auf eine plattformübergreifende Infrastruktur legen, die den klassischen Konsolenbegriff weiter aufweicht.
Ein offizielles Statement von Sony oder Microsoft zu den Spezifikationen oder Veröffentlichungszeiträumen gibt es derzeit nicht. Die Leaks stammen aus Insiderquellen und sollten entsprechend mit Vorsicht betrachtet werden. Klar ist jedoch: Die Weichen für die zehnte Konsolengeneration werden gestellt – und beide Hersteller scheinen auf unterschiedliche, aber ambitionierte Strategien zu setzen.
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