Fragt man nach den erfolgreichsten Videospielen, fallen meist große Namen wie „GTA“, „Fortnite“ oder „Call of Duty“. Mit großem Abstand vorne liegt aber ein weit friedlicheres Spiel, das auf den ersten Blick für Kinder gemacht scheint: „Minecraft“.

Allein bis heute wurden von dem 2009 erschienenen Sandkastenspiel über 300 Millionen Kopien verkauft, was es zum erfolgreichsten Videospiel aller Zeiten macht. Zum Vergleich: „GTA 5“ von Rockstar Games auf Platz Zwei verkaufte sich „lediglich“ 200 Millionen mal.

Umso erstaunlicher, dass „Minecraft“ im Prinzip das Werk eines einzigen Mannes namens Markus Persson ist – in der Szene besser bekannt als „Notch“. Dieser ließ sich seine Arbeit nach dem immensen Erfolg seines digitalen Bauklötzchenspiels dann auch vergolden und verkaufte sein Studio und die Lizenzen für „Minecraft“ für satte 2,5 Milliarden US-Dollar an Microsoft.

Seitdem macht Persson vor allem in den sozialen Netzwerken von sich Reden, oft in Verbindung mit kontroversen Themen und Verschwörungstheorien. Nun aber hat der schwedische Spielentwickler einen Post abgesetzt, der die Videospielwelt aufhorchen lässt.

Auf „X“ schrieb Persson nach einer Reihe von Postings über ein neues Projekt folgendes: „Im Grunde habe ich Minecraft 2 angekündigt“.

<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">I basically announced minecraft 2.<br><br>I thought that maybe people ACTUALLY do want me to make another game that's super similar to the first one, and I'm loving working on games again.<br><br>I don't super duper care exactly which game I make first (or even if I make more), but I do know…</p>— notch (@notch) <a href="https://twitter.com/notch/status/1875230756437479658?ref_src=twsrc%5Etfw">January 3, 2025</a></blockquote> <script async="" src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>

Was genau wir nun zu erwarten haben, konkretisiert Notch nicht. Er schreibt lediglich, dass es sich dabei um den „ehrlichen Versuch“ eines geistigen Nachfolger handeln würde. Der Schwede glaubt, dass die Fans ein Spiel von ihm erwarten, welches „dem ersten super ähnlich“ sei: „Warum also nicht das machen, was die Leute wirklich wollen und bereit sind, mir irgendwie noch mehr Geld dafür zu geben.“

Den gierigen Unterton dieses Kommentars entschärft Persson im nächsten Satz direkt wieder, indem er ankündigt, sämtliche Einnahmen Spenden zu wollen.

Um eine direkte Fortsetzung wird es sich bei dem neuen Spiel aber wohl nicht handeln, da die Markenrechte immerhin bei Microsoft liegen. Und dort dürfte nach einigen vorausgegangenen Streits um diverse Kommentare, die Persson nach dem Verkauf veröffentlicht hatte, wohl wenig Interesse an einer Zusammenarbeit bestehen.

Und warum auch? Dort verdient man mit dem Original nach wie vor offenbar so gut, dass immer weitere Ableger erscheinen. 2024 sorgte zudem die Ankündigung von Netflix für Aufsehen, dass eine Serie, die auf dem Spiel basiert, in Planung sei. Darüber hinaus steht bereit ein Kinofilm in den Startlöchern, der im April in die Kinos kommen soll.

Quelle: techbook.de