Mit einem tiefen Einschnitt ins Portemonnaie von allen Xbox-Konsolen-Fans sorgt Microsoft derzeit für reichlich Aufregung und Diskussionen. Denn der Konzerngigant hat Anfang Mai 2025 eine umfassende Preisanpassung vorgenommen, die nicht nur neue Konsolen betrifft, sondern auch Controller, Zubehör und bald auch Spiele. Die Änderungen treffen vor allem eingefleischte Xbox-Fans und das zu einem Zeitpunkt, an dem Microsoft ohnehin durch plattformübergreifende Strategien für Diskussionen sorgt.
Der Preisaufschlag fällt dabei überaus deutlich aus und betrifft nahezu jedes Element im Xbox-Universum. In Deutschland macht sich die neue Preisstruktur spürbar bemerkbar. Die Xbox Series S mit 512 GB liegt nun bei 379,99 Euro – ein Anstieg um satte 80 Euro. Die leistungsstärkere Xbox Series X wird ab sofort mit 599,99 Euro geführt, was eine Preissteigerung von rund 100 Euro bedeutet.
Besonders kräftig greift Microsoft beim Sondermodell zur Kasse. Denn die Xbox Series X 2TB Galaxy Special Edition schlägt nun mit satten 729,99 Euro zu Buche. Das sind ganze 130 Euro mehr als zuvor. Auch beim Zubehör bleibt die Erhöhung nicht aus. Ein regulärer Xbox-Controller kostet nun 64,99 Euro, während für die Elite Series 2-Version sogar 199,99 Euro fällig werden.
Ein Preis, der fast dem einer kompletten Konsole vergangener Generationen entspricht. Microsoft rechtfertigt diese Schritte mit steigenden Produktionskosten und der Notwendigkeit, langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. In einer Stellungnahme gegenüber IGN heißt es:
„Wir verstehen, dass diese Änderungen eine Herausforderung darstellen, und sie wurden unter sorgfältiger Berücksichtigung der Marktbedingungen und der steigenden Entwicklungskosten vorgenommen. Mit Blick auf die Zukunft konzentrieren wir uns weiterhin darauf, mehr Möglichkeiten zu bieten, mehr Spiele auf jedem Bildschirm zu spielen und den Wert für Xbox-Spieler sicherzustellen.“
Mit den Hardware-Preisen ist die Kostenspirale jedoch nicht am Ende. Ab der Weihnachtssaison 2025 sollen auch Microsofts eigene Spiele teurer werden. First-Party-Titel wie das kommende Call of Duty sollen dann 79,99 US-Dollar, in Europa wohl 79,99 Euro, kosten. Die Erhöhung markiert einen klaren Bruch mit bisherigen Preisgrenzen und schürt Sorgen über die künftige Preisentwicklung in der Branche.
Die zunehmenden Kosten für Gaming-Hardware und -Software könnten dazu führen, dass immer mehr Spieler nach günstigeren Alternativen suchen. Cloud-Gaming, Streaming-Dienste und Mobile-Plattformen könnten von dieser Entwicklung profitieren, da sie einen deutlich niedrigeren Einstieg bieten – sowohl technisch als auch finanziell.
Während die aktuellen Änderungen bereits umgesetzt wurden, deutet sich ein weiteres Szenario am Horizont an. Insider berichten, dass der Xbox Game Pass, Microsofts populärer Abo-Dienst, bald ebenfalls teurer werden könnte. Auf Resetera ließ der gut vernetzte Nutzer Shinobi602 durchblicken, dass eine weitere Preisanpassung bevorstehen könnte. Bereits im vergangenen Jahr hatte Microsoft den Game Pass verteuert – eine Wiederholung scheint nach den aktuellen Entwicklungen nicht ausgeschlossen.
Auch wenn bisher keine offiziellen Angaben zum möglichen neuen Preis des Game Pass gemacht wurden, erscheint eine Anhebung im Kontext der restlichen Strategie durchaus plausibel.
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