Michael Myers zählt seit Jahrzehnten zu den bekanntesten Figuren des Horrorkinos. Mit Halloween: The Game möchte das Studio Ilonic die ikonische Atmosphäre des Klassikers in ein neues Medium übertragen. Auf einer Präsentation wurden nun erste Spielszenen gezeigt, die einen Eindruck davon vermitteln, wie sich die virtuelle Schreckensnacht gestalten könnte.

Unreal Engine 5 sorgt für Schrecken

Das Setting ist klar erkennbar an der Vorstadt des Films orientiert, doch die Entwickler haben es in einer zeitgemäßen Spielwelt umgesetzt. Grundlage ist die Unreal Engine 5, die Straßenzüge, Wohnhäuser und Innenräume mit hoher Detailtiefe darstellt. Dadurch wirkt Haddonfield lebendig und zugleich bedrohlich.

Diese Atmosphäre soll nicht nur eine Kulisse bilden, sondern aktiv in das Spielerlebnis einfließen. Beleuchtung, Geräuschkulissen und das Verhalten der Bewohner sind so gestaltet, dass sich Unruhe langsam, aber stetig aufbaut. Damit soll das Gefühl entstehen, nie wirklich sicher zu sein, auch wenn gerade nichts geschieht.

Killer oder Opfer?

Das zentrale Spielelement besteht darin, zwischen zwei Rollen wählen zu können. Einerseits können Spieler Michael Myers selbst verkörpern und mit besonderen Fähigkeiten Jagd auf die Bewohner machen. Ein Beispiel ist der Shape Jump, eine Fähigkeit, die es ermöglicht, scheinbar aus dem Nichts zu erscheinen. Damit soll die unberechenbare Art der Figur im Spiel erfahrbar werden.

Andererseits besteht die Möglichkeit, als Zivilist zu agieren. Diese Rolle erfordert es, Mitmenschen zu warnen, Kommunikationswege zu sichern oder Hilfe zu organisieren. Die Herausforderung liegt darin, dass Myers nicht endgültig aufgehalten werden kann. Jeder Versuch, Zeit zu gewinnen oder Schutz zu finden, ist nur eine vorübergehende Lösung. Das macht jede Begegnung mit dem Killer zu einem potenziell entscheidenden Moment.

Sandbox-Prinzip statt fester Story

Ilonic verfolgt bei der Umsetzung einen Ansatz, der sich von klassischen Adaptionen unterscheidet. Anstatt eine festgelegte Handlung nachzuspielen, orientiert sich Halloween: The Game an offenen Strukturen. Entscheidungen der Spielerinnen und Spieler bestimmen, wie sich die Ereignisse in der Spielwelt entwickeln. Damit gleicht jede Partie einem eigenen Szenario, in dem sich bekannte Muster neu zusammensetzen können.

Dieser offene Aufbau könnte dafür sorgen, dass das Spiel langfristig abwechslungsreich bleibt. Während manche Runden von der Flucht vor Myers geprägt sein dürften, könnten andere mehr auf das Agieren als Killer hinauslaufen. Klar ist: Ziel ist es, die Stimmung des Originals einzufangen und gleichzeitig eine Form zu finden, die zum Medium Videospiel passt.

Der Release von Halloween: The Game ist für den 8. September 2026 für PlayStation 5, Xbox und PC geplant.

Quelle: playfront.de