Ein Talkformat, das fast wie eine langlebige Serie funktioniert. Also feste Veröffentlichungstage, wiederkehrende Stimmen und Themen, die Stoff für viele Folgen liefern. Genau so hat sich der Podcast „Lanz + Precht“ in den vergangenen Jahren entwickelt. Seit Herbst 2021 treffen sich Markus Lanz und Richard David Precht regelmäßig zum Austausch über Politik, Gesellschaft und Kultur.

Statt kurzer Schlaglichter geht es oft um längere Gedankengänge, gedreht und gewendet wie in einer Serienepisode mit Überlänge. Die Resonanz war stark, deshalb ist die Produktion nun bis Ende 2027 abgesichert. Damit stehen mindestens zwei weitere Jahre mit neuen Folgen im Plan. Der wöchentliche Rhythmus am Freitag bleibt dabei bestehen, was dem Format einen klaren Sendeplatz im Wochenablauf gibt.

Nun auch als Video-Podcast

Dabei wird es auch eine Neuerung geben. Denn die Gespräche laufen nun nicht mehr nur über Kopfhörer, sondern auch mit Bild als Video. Seit der aktuellen Ausgabe gibt es „Lanz + Precht“ als Video-Podcast. Zu finden sind die Folgen unter anderem bei Spotify sowie auf dem YouTube-Kanal von ZDFheute.

Inhaltlich greift der Podcast weiterhin Themen auf, die auch in Nachrichtensendungen und Dokus auftauchen. Eine Folge mit dem Titel „Das Ende der Illusionen“ widmet sich zum Beispiel Brüchen in der internationalen Ordnung. Diskutiert werden Länder und Orte wie Venezuela oder Grönland, aber auch Alltagsbeispiele aus Deutschland wie der ICE-Verkehr.

Großer Erfolg des ZDF-Podcasts

Solche Punkte dienen als Aufhänger für größere Fragen: Wie stabil sind politische Bündnisse? Welche Rollen spielen einzelne Staaten? Und wie gehen westliche Demokratien mit politischen Kurswechseln in den USA um, etwa unter Donald Trump? Die Gespräche springen dabei zwischen konkreten Meldungen und grundsätzlichen Überlegungen.

Und messbar ist der große Erfolg des ZDF-Podcasts ebenfalls. Auf Spotify wurde der Podcast im Oktober 2025 über 100 Millionen Mal gestartet. Dafür gab es den Creator Milestone Award in Bronze. Diese Marke haben bislang nur wenige Formate erreicht – eine kleine Gruppe in Deutschland und eine überschaubare Zahl weltweit.