Mit „Rocky“ schrieb Sylvester Stallone 1976 Filmgeschichte und wurde praktisch über Nacht zum Hollywoodstar. Doch bevor der spätere Actionheld als Boxer Rocky Balboa die Kinoleinwand eroberte, musste er selbst einige schwere Rückschläge einstecken. Genau diese Zeit steht im Mittelpunkt des Biopics „I Play Rocky“, das die Entstehung des legendären Sportdramas nachzeichnet. Ein neuer Trailer zeigt nun, mit welchen Widerständen Stallone damals zu kämpfen hatte und warum sein größter Erfolg beinahe ganz anders ausgesehen hätte.
Hollywood wollte „Rocky“ – aber nicht Stallone
Mitte der 1970er-Jahre war Sylvester Stallone noch weit davon entfernt, zu den gefragtesten Schauspielern Hollywoods zu gehören. Zwar hatte er bereits kleinere Rollen übernommen, der große Durchbruch blieb jedoch aus. Mit seinem selbst verfassten Drehbuch zu „Rocky“ sollte sich das ändern, denn die Geschichte eines unbekannten Boxers, der überraschend die Chance seines Lebens erhält, weckte das Interesse der Filmindustrie. Allerdings hatten die Verantwortlichen andere Vorstellungen davon, wer den Titelhelden verkörpern sollte.
Die Studios wollten lieber einen etablierten Schauspieler verpflichten, um die Erfolgsaussichten des Films zu erhöhen. Stallone weigerte sich jedoch, die Hauptrolle abzugeben, obwohl er damit riskierte, dass sein Drehbuch überhaupt nicht verfilmt werden würde. Er wollte Rocky Balboa nicht nur erschaffen, sondern unbedingt selbst spielen.
Nachdem Stallone seinen Willen durchgesetzt hatte, stand die Produktion vor erheblichen Problemen. Für die Dreharbeiten stand nur ein vergleichsweise kleines Budget zur Verfügung, zudem musste der Film innerhalb eines engen Zeitplans entstehen. Die Beteiligten waren deshalb gezwungen, bei der Umsetzung kreative Lösungen zu finden. Dazu gehörte auch der Einsatz der damals noch neuen Steadicam-Technik, mit der sich dynamische Kamerabewegungen verwirklichen ließen.
Anthony Ippolito wird zum jungen Sylvester Stallone
Gerade die Aufnahmen von Rockys Training in Philadelphia entwickelten sich später zu einigen der bekanntesten Bilder der Filmgeschichte. Für die Hauptrolle in „I Play Rocky“ wurde Anthony Ippolito verpflichtet, der bereits Erfahrung damit gesammelt hat, bekannte Hollywoodgrößen darzustellen. In der Miniserie „The Offer“, die sich mit der Entstehung von „Der Pate“ beschäftigt, verkörperte er den jungen Al Pacino.
Nun übernimmt er die Rolle eines weiteren Schauspielers, dessen Karriere eng mit einem der berühmtesten Filme der 1970er-Jahre verbunden ist. Regie führt Peter Farrelly, der mit „Green Book – Eine besondere Freundschaft“ einen großen Erfolg feierte und dafür unter anderem den Oscar für den besten Film erhielt. Das Drehbuch zu „I Play Rocky“ stammt von Peter Gamble. AnnaSophia Robb spielt Stallones damalige Ehefrau Sasha, während Matt Dillon als dessen Vater Frank Stallone Sr. zu sehen ist. Jay Duplass übernimmt die Rolle von John G. Avildsen, der beim ursprünglichen „Rocky“ Regie führte.
Seine Weltpremiere feierte „I Play Rocky“ bereits beim Toronto International Film Festival 2026, wo das Biopic auf überwiegend positive Reaktionen stieß. Auf der Bewertungsplattform Rotten Tomatoes erreicht der Film derzeit 84 Prozent positive Kritikerbewertungen. „I Play Rocky“ erscheint am 26. November 2026 in den deutschen Kinos.
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