Welcher Horrorfilm sorgt für den größten Schrecken? Während manche Zuschauer bereits bei unheimlichen Geräuschen nervös werden, reagieren andere erst auf drastische Schockmomente. Wie unterschiedlich Angst empfunden wird, macht eine allgemeingültige Antwort schwierig. Das „Science of Scare Project“ versucht deshalb seit 2020, den Gruselfaktor bekannter Horrorfilme anhand körperlicher Reaktionen zu messen. Die aktuelle Ausgabe der Untersuchung liefert pünktlich zu Halloween 2026 ein neues Ranking der gruseligsten Horrorfilme.

Wie werden die gruseligsten Horrorfilme ermittelt?

Für das „Science of Scare Project“ werden rund 250 Testpersonen mit Pulsmessgeräten ausgestattet, während sie sich eine Auswahl bekannter Horrorfilme ansehen. Dabei untersuchen die Verantwortlichen, wie stark sich die Herzfrequenz während der Vorführungen verändert und welche Szenen besonders intensive körperliche Reaktionen hervorrufen.

Seit 2023 berücksichtigt die Studie neben dem durchschnittlichen Puls auch die sogenannte Herzfrequenzvariabilität (HRV). Sie beschreibt die zeitlichen Unterschiede zwischen aufeinanderfolgenden Herzschlägen. Eine sinkende HRV kann auf eine erhöhte körperliche Stressbelastung hinweisen. Dadurch sollen nicht nur Filme mit zahlreichen plötzlichen Schockmomenten berücksichtigt werden, sondern auch Produktionen, die ihre Spannung über längere Zeit aufbauen.

Aus den Messwerten wird der sogenannte Scare Score berechnet, der maximal 100 Punkte erreichen kann. Je höher die Punktzahl ausfällt, desto stärkere Angst- und Stressreaktionen wurden bei den Teilnehmern registriert. Als Vergleich dient unter anderem der Animationsfilm „Shrek“, der lediglich drei von 100 Punkten erreicht.

Die aktuelle Rangliste zeigt, dass sowohl klassische Geistergeschichten als auch experimentelle Horrorfilme besonders starke Reaktionen auslösen können. Da sich zwei Produktionen den zehnten Platz teilen, umfasst die Top 10 insgesamt elf Filme.

Die 10 gruseligsten Horrorfilme laut Science of Scare 2026

Platz 10: „Hell House LLC“ (2015) – 75 Punkte

Platz 10: „Talk to Me“ (2022) – 75 Punkte

Platz 09: „Der Exorzismus von Emily Rose“ (2005) – 76 Punkte

Platz 08: „Smile – Siehst du es auch?“ (2022) – 78 Punkte

Platz 07: „Smile 2 – Siehst du es auch?“ (2024) – 79 Punkte

Platz 06: „Hereditary – Das Vermächtnis“ (2018) – 81 Punkte

Platz 05: „Conjuring – Die Heimsuchung“ (2013) – 88 Punkte

Platz 04: „Insidious“ (2010) – 90 Punkte

Platz 03: „Skinamarink“ (2022) – 91 Punkte

Platz 02: „Host“ (2020) – 95 Punkte

Platz 01: „Sinister“ (2012) – 96 Punkte

„Sinister“ erreicht in der aktuellen Untersuchung 96 von 100 möglichen Punkten und verteidigt damit erneut die Spitzenposition. Während der Vorführung stieg die durchschnittliche Herzfrequenz der Teilnehmer von 64 auf 86 Schläge pro Minute. Bei einem besonders intensiven Schreckmoment wurden sogar 131 Schläge gemessen. Gleichzeitig sank die Herzfrequenzvariabilität um 21 Prozent.

Warum „Sinister“ seit Jahren an der Spitze steht

Bereits bei der ersten Ausgabe des „Science of Scare Project“ im Jahr 2020 belegte „Sinister“ den ersten Platz. In den folgenden Jahren übernahm zeitweise „Host“ die Führung, der bei der ursprünglichen Untersuchung noch nicht berücksichtigt worden war. Mit der Überarbeitung des Bewertungssystems im Jahr 2023 kehrte „Sinister“ schließlich an die Spitze zurück und behauptet diese Position seitdem. Interessant ist außerdem, dass die stärkste einzelne Pulsreaktion nicht beim Gesamtsieger gemessen wurde. Diesen Wert erreichte 2026 „Resident Evil“ mit 134 Herzschlägen pro Minute. Im Gesamtranking belegte der Film allerdings lediglich Platz 56.

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